Polizei Haftbefehl gegen mutmaßlichen Messerstecher aus Riem

Der 36-Jährige bestreitet die Tat, er steht in dringendem Verdacht, seine Ehefrau getötet zu haben. Das Paar hat vier Kinder.

Ein Ermittlungsrichter hat am Montagnachmittag Haftbefehl gegen einen 36-jährigen Asylbewerber aus Syrien erlassen. Der Mann steht in dringendem Verdacht, seine von ihm getrennt lebende Ehefrau getötet zu haben.

Die Leiche der 30-Jährigen war am Wochenende in einem Waldstück am De-Gasperi-Bogen in Riem gefunden worden. Ob sie dort im Unterholz mit etwa 20 Messerstichen getötet wurde, ist noch unklar. Laut Polizei bestreitet der Mann auch weiterhin die Tat. Er sei unschuldig und vertraue auf das deutsche Rechtssystem.

Das Ehepaar war vor Kurzem mit vier Kindern nach Deutschland geflüchtet und hatte sich getrennt. Sie lebte mit drei Kindern in Eisenhüttenstadt und hatte einen neuen Partner, er war mit seinem siebenjährigen Sohn in der Asylbewerberunterkunft in Riem untergebracht. Die Frau hatte sich für das Wochenende einen Urlaubsschein besorgt, um den Sohn in München besuchen zu können.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand muss sie in den frühen Morgenstunden des Freitags erstochen worden sein. Der Fundort der Leiche liegt etwa 1,5 Kilometer entfernt vom Asylbewerberheim in Riem. Die vier Kinder befinden sich jetzt in der Obhut des Jugendamts.

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