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Oktoberfest:München komprimiert im Käferzelt

Der Almauftrieb im Käferzelt auf dem Oktoberfest ist ein gesellschaftliches Phänomen - man trifft auf eine Art Mini-München.

Von Philipp Crone

12 Bilder

183 Münchner Oktoberfest

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"This is unreal!" Eine Frau im blauen Dirndl beugt sich zu ihrer Begleitung und deutet auf die Szenerie im ersten Stock des Käfer-Zelts am Sonntagabend. Zwischen glitzernden Luftballons sind auf den Tischen ausladende Brotzeit-Brettl drapiert, die Gäste des 18. Almauftriebs suchen sich ihre Plätze.

Im Bild: Das Model Melanie Müller.

183 Münchner Oktoberfest

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Ob sie mit irreal die Kleider mancher Damen meint, mit Blumenschmuck oder Prinzessinnenkrönchen im Haar? Oder doch eher das Gedränge im Gang und die gelegentlichen Blitze, wenn die Gesellschaftsfotografen wieder einen Schauspieler, Sportler oder Unternehmer erkannt haben? Die Frau lächelt und zückt ihr Handy, "Wow, you can not imagine!"

Im Bild: Das Playmate Sarah Nowak und ihr Freund Dominic Harrison küssen sich vorm Käferzelt.

183. Münchner Oktoberfest

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Der Almauftrieb ist ein gesellschaftliches Phänomen. Hier treffen Extreme aufeinander. Eher zurückhaltende, erfolgreiche Unternehmer, die mit Kunden gleich am ersten Wochenende ein Wiesnerlebnis teilen möchten. So wie der neue Chef der Modefirma Willy Bogner, Alexander Wirth. Oder Christian Abt, ehemaliger Rennfahrer und heute Teamchef beim Team von Bentley. Abt sagt: "Der Almauftrieb ist das Highlight der Wiesn, hier trifft sich ganz Deutschland."

Im Bild: Wieder-da-Unternehmer Uli Hoeneß mit Frau Susanne und Sohn Florian.

183 Münchner Oktoberfest

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Den ruhigen Gästen stehen die schrillen gegenüber. Für die gehört zu diesem Wiesnabend nicht nur die Mass und die gegrillte Brust der Frühmastente, sondern auch das Posieren für Gäste und Boulevardmedien. Michael Ballack, der frühere Fußballer, stellt sich mit seiner neuen Freundin gerne auf den Balkon, ...

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... neben ihnen wartet Schauspielerin Christine Neubauer geduldig, bis der Bavaria-Hintergrund wieder frei ist, um sich dann selbst dort aufzustellen.

183 Münchner Oktoberfest

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Drinnen läuft Boris Becker zu seinem Tisch, wo bereits seine Lilly auf ihn wartet, und trifft den ehemaligen Sprinter und Moderator Norbert Dobeleit. Becker schlägt mit ihm ein und raunt: "Auf in den Kampf!"

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Kampf? Für manche ist es sicher der um Aufmerksamkeit. Zum Beispiel für Verona Pooth.

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Oder für Claudia Effenberg, hier mit Tochter Lucia Strunz. Andere kämpfen eher um ihre Ruhe.

Oktoberfest 2016: Tag1

Quelle: People Picture/Willi Schneider

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Aldi-Erbin Babette Albrecht hüpft gekonnt vor den Fotografen davon und auf ihren Platz.

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Und Schauspieler Elyas M'Barek, hier mit Freundin Julia Czechner, zieht es zügig durch die Foto-Schleuse am Eingang, um sich in Ruhe mit dem Sky-Chef Carsten Schmidt zu unterhalten.

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Und HP Baxxter, als Musiker nennt er sich Scooter, sagt: "Für mich als Flachlandtiroler ist es wunderbar, mal ganz rustikal und ausgelassen zu feiern."

Wenn Live-Musik, Hütten-Ambiente und große Biergläser für einen derartigen Tiroler schon ausgelassenes Feiern ist, kann der Münchner nur müde lächeln.

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Und doch ist dieser erste Wiesnsonntag im ersten Stock des Käferzelts einzigartig. Die extreme Mischung der Gäste, von Trash-Ikone über fast ganz normale Münchner bis zur scheuen Milliardärin. Und alle kommen am Ende mit einem guten Wiesngefühl zurück. Ein bisschen Business, ein bisschen bayerische Geborgenheit und dazu ein paar nette Storys zu erzählen, ob mit Lästerstimme über die kreischigen Outfits der C-Gäste oder mit Ehrfurcht über die Top-Unternehmer. Es ist also ein Mini-München, verdichtet zu einem Abend mit tausend Menschen.

Im Bild: Wayne und Annemarie Carpendale sowie Elton.

© SZ.de/infu
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