Obersendling:Atemberaubend

Beim Richtfest der Gmunder Höfe präsentiert sich die ganze Dimension der neuen Wohnlandschaft mit 525 neuen Apartments. In einem Jahr sollen die ersten Bewohner einziehen

Von Jürgen Wolfram, Obersendling

Wenn namhafte Bauträger und führende Player der Immobilienwirtschaft an einem Strang ziehen, kommt dabei mitunter Großes heraus. So wie an der Hofmannstraße, wo UBM Development, die Rock Capital Group, Baywobau und Vonovia jetzt mit vielen Ehrengästen und Handwerkern Richtfest feierten für die Gmunder Höfe. Beinahe anmutend wie eine alpine Erhebung mitten in der Stadt, entstehen auf dem Gelände eines ehemaligen Großparkplatzes der Siemens AG auf einen Schlag 525 neue Wohnungen in drei Baukörpern, plus zwei Kindertagesstätten und zwei Cafés. 322 Wohnungen übernimmt die Vonovia AG in ihr Portfolio und baut ihren Bestand in München damit deutlich aus.

Die karreeförmig angeordneten Gebäude an der Hofmannstraße 37 grenzen direkt an das ehemalige Siemens-Areal in Obersendling. Brachflächen zum Wohnquartier - so ließe sich die Projektentwicklung trefflich beschreiben. Wobei es dem Münchner Architekten Rudolf Hierl gelungen ist, die atemberaubende Kompaktheit der entstehenden Wohnanlage durch eine fantasievolle Gestaltung der Fensterfronten, der Balkone sowie der Dachlandschaft ins Spielerische zu wenden. Abgesehen davon ist die Umgebungsbebauung aber auch nicht von Pappe. Frederic Neumann, Geschäftsführer der Vonovia Süd, sprach beim Richtfest von "einem wohnungspolitischen Statement", welches sein Unternehmen abgebe. Man sei stolz, Teil der Entwicklung des boomenden Stadtteils Obersendling zu sein. Mit der Realisierung des Vorhabens lägen die Beteiligten "gut in der Zeit".

Die Höhe des Hauptgebäudes der Gmunder Höfe variiert zwischen fünf und sieben Stockwerken. Darin befinden sich Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen, die zwischen 34 und 114 Quadratmeter groß sind. Zudem verfügt das Haus über eine Tiefgarage mit 358 Stellplätzen. Allein diese Zahl deutet auf die "wahrhaft monolithischen" Dimensionen hin, von denen im Richtspruch die Rede war. UBM-Geschäftsführer Werner Huber sprach von einem "Riesenprojekt" und würdigte das Tempo, in dem es entsteht. Schon in gut einem Jahr dürften an der Hofmannstraße 37 die ersten Mieter einziehen. Interessenten können sich bereits vormerken lassen. Die künftigen Bewohner dürften sich freuen auf eine komplette Infrastruktur mit U-Bahn-Anschluss in unmittelbarer Nähe. Nebenbei habe man mit den Gmunder Höfen eine "städtebauliche Lücke" geschlossen, sagte Huber vor den Festgästen.

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