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Neuaubing:Viele offene Fragen

Stadt plant Anhörung zum Tunnel an der Brunhamstraße

Von Ellen Draxel, Neuaubing

Die Bahnschranke an der Brunhamstraße ist schon jetzt rund 25 Minuten pro Stunde geschlossen. Nach dem Betriebskonzept der zweiten S-Bahn-Stammstrecke sollen sich die Schranken-Schließzeiten laut Bahn auf etwa 45 Minuten pro Stunde in der Hauptverkehrszeit verlängern - womit die Ecke Limes-/Bodensee-/Brunhamstraße endgültig zur Staufalle würde. Um das zu verhindern, will die Stadt eine Unterführung bauen.

Allerdings ist bislang unklar, wie die Unterführung gestaltet werden soll. Reicht eine Durchfahrtshöhe von 3,80 Meter aus, wie sie sowohl der Bezirksausschuss (BA) Aubing-Lochhausen-Langwied als auch die Gemeinde Gräfelfing bevorzugen würden? Oder muss die Untertunnelung 4,50 Meter hoch werden, weil etwa Firmen im benachbarten Sirius-Businesspark diese Höhe für ihre Lastwagen benötigen? Wie sieht es mit der Anbindung der Papinstraße aus, wie stark sind Anlieger betroffen? Dass dieses Vorhaben "Jahre dauern und unseren Stadtbezirk massivst betreffen wird", wie die Vorsitzende des BA-Unterausschusses Verkehrsinfrastruktur, Karin Binsteiner (Grüne), es formuliert, dessen sind sich Aubings Bürgervertreter sicher.

Aus diesem Grund fordern sie von der Verwaltung einen Informationstermin, der auch die Kollegen in Pasing mit einbinden soll. Nach Angaben von Thorsten Vogel, dem Sprecher des Planungsreferates, ist die Behörde "derzeit dabei, eine entsprechende Beschlussvorlage mit weiteren Fachdienststellen abzustimmen und im Anschluss daran Gräfelfing und die betroffenen Bezirksausschüsse 21 und 22 anzuhören". Diese Beteiligung werde "voraussichtlich im Dezember eingeleitet". Doch das reicht den Lokalpolitikern nicht aus. Sie wollen auch Rückfragen stellen können.

© SZ vom 12.11.2020
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