Sendling:Abschied von der "Grande Dame des Koronarsports"

Ohne Gertrud Schreiber und ihre Beharrlichkeit hätte es das Gesundheitsangebot wohl nie gegeben. Das zeigt schon die Anekdote, wie es überhaupt zustande kam.

Der Sendlinger Traditionsverein FC Hertha hat sich mit einem großen Empfang von Gertrud Schreiber verabschiedet. Die feierlich Geehrte gilt in München als "Grande Dame des Koronarsports". Sie war länger als 33 Jahre lang dieser gesundheitlich orientierten Abteilung verbunden, sowohl als Gründerin, wie auch als Organisatorin und Leiterin. Beruflich in Sozialdiensten und Krankenhäusern unterwegs, war Schreiber für dieses Engagement prädestiniert. Jahrzehntelang verhandelte sie mit Krankenkassen, Ärztinnen und Ärzten, Übungsleitern und den Chefs von Sportstätten. Trainiert wurde unter anderem in den Turnhallen des Thomas-Mann-Gymnasiums, der Zielstatt-Schule sowie der Waldorfschule München-Südwest. Laudatoren bescheinigten Gertrud Schreiber übereinstimmend "Beharrlichkeit". Die brauchte sie schon bei der Gründung der Koronarsport-Abteilung. Nach der Hertha-Saga überzeugte sie den Vereinspräsidenten von deren Notwendigkeit, indem sie sich nach einem Skiausflug so lange weigerte, ihren Sitz im Bus zu verlassen, bis sie die Gründungszusage hatte. Wie es in der Dankesrede hieß, passe auf Schreiber besonders gut ein Zitat Hermann Gmeiners, des Gründers der SOS Kinderdörfer: "Alles Gute auf der Welt geschieht nur, wenn einer mehr tut als er muss."

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