Neuland:Nachwuchs fördern

Junge Kreative gründen den fairen Streaming-Dienst "In Space" - Nachrichten aus dem jungen München.

Von Johannes Rockstuhl

Das Ziel klingt gut - und auch ein bisschen utopisch. Eine Handvoll junger Münchnerinnen und Münchner wollen einen in ihren Worten "fairen" Streamingdienst für Musiker aufziehen. "In Space" haben sie ihn vorerst genannt. Das Ziel ist, dass Musiker mit 100 Fans bei ihnen genauso viel verdienen wie mit 80 000 Fans auf einem anderen Streaming-Dienst. Und wie soll das funktionieren? Von einem monatlichen Betrag, den eine Nutzerin oder ein Nutzer bezahlt, kann von diesem selbst entschieden werden, wie viel Geld an welche Künstlerin, Filmemacher oder anderweitig Kreativen gehen soll. "Unser Hauptfokus liegt dabei, das Selbstbewusstsein des Nachwuchses zu fördern", sagt Shayan Hekmat, Mitgründer und selbst Filmemacher. Mit seinem ersten Kurzfilm hat er zwar mehrere Preise gewonnen, auf Youtube jedoch nur einen verschwindend geringen Geldbetrag erhalten. Bei ihm und vielen Kreativen in seinem Bekanntenkreis "geht so langsam die Puste aus".

Mit einer fairen Bezahlung für die vielen Stunden an Liebe, die in ein Projekt einfließen, steige auch die Motivation, weiterhin kreativ tätig zu sein, sagt Shayan. Bisher ist das Projekt noch in der Planungsphase. Zuerst sollen junge Künstlerinnen und Künstler Kurzfilme hochladen können. Später sollen auch Musikerinnen, Podcaster und ganze Festivals einen Platz auf der Plattform finden.

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