Lokalrunde:Günstige Gänge für Daheimgebliebene

Lesezeit: 2 min

Lokalrunde: Im Blauen Bock am Viktualienmarkt zaubert die Küche viergängige Menüs "für die Daheimgebliebenen".

Im Blauen Bock am Viktualienmarkt zaubert die Küche viergängige Menüs "für die Daheimgebliebenen".

(Foto: Stephan Rumpf)

Das Restaurant Blauer Bock am Viktualienmarkt bietet ein Menü, das einen konkurrenzlosen Preis hat.

Von Franz Kotteder

Normalerweise heißt es ja: Wenn ein Wirt nicht jammern kann, dann geht es ihm nicht gut. Insofern muss es vielen Münchner Gastronomen derzeit eher schlecht gehen, denn sie können nicht klagen: Die Gäste kommen wieder in die Restaurants. Viele sind auch unter der Woche ausreserviert, nicht nur wegen der Abstände, die einzuhalten sind und die Kapazität begrenzen. Nach dem langen Lockdown wollen die Menschen eben wieder essen gehen.

Anscheinend ersetzen die Münchnerinnen und Münchner wenigstens zum Teil auch die fehlenden Touristen. Klar, schließlich verreist man ja auch selber nicht so gerne, wenn man danach vielleicht noch zwei Wochen in Quarantäne dranhängen muss, wenn's blöd läuft. Insofern liegt das Restaurant Blauer Bock am Viktualienmarkt mit seinem "Menü für die Daheimgebliebenen" gerade voll im Trend. Der neue Küchenchef Daniel Kill, der acht Jahre im Tantris und danach einige Jahre in New York gearbeitet hat, hat sich vier Gänge ausgedacht, die einen kleinen Einblick in seinen kulinarischen Kosmos bieten sollen und obendrein auch noch konkurrenzlos günstig sind. Für 39 Euro pro Person gibt es als Vorspeise bunte Tomaten mit Büffelburrata, als Zwischengang sehr zart gegarten Loup de Mer mit confierter Paprika, als Hauptspeise einen Strudel mit Maishendlbrust und Gänseleber auf Spitzkraut und Waldpilzen. Das Dessert bildet ein Marillenknödel mit Vanilleeis. Wer kein Fleisch mag, für den gibt es auch eine vegetarische Alternative, ansonsten lässt sich am Menü nichts ändern. Muss bei diesem Preis dann aber auch wirklich nicht sein. (Restaurant Blauer Bock, Sebastiansplatz 9, Dienstag mit Samstag im August, von 18.30 Uhr an, 39 Euro pro Person, Reservierung unter Telefon 45 22 23 33)

Nur fünf Tage im August ist in Schwabing eine besondere Begegnung zu erleben. Der Bio-Koch Thomas Thielemann, bekannt vor allem durch seine Tätigkeit als Küchenchef im Herrmannsdorfer Schweinsbräu bei Glonn, gastiert in der Sushibar bei der Münchner Freiheit. Unter anderem hat er ein eigenes Gunkan (eine besondere Maki-Variante) mit Ochsentatar, Kaviar und Auberginencreme im Angebot (24 Euro), Kalbsbries mit Lorbeer gebraten (20 Euro), ein Paillard vom bayerischen Wagyu-Ochsen (34 Euro) und einen Bergsaibling im Fenchelsud (27 Euro). Das Angebot gilt nur diese und nächste Woche von Donnerstag bis Samstag. (Thielemann meets Sushibar, Marschallstraße 2, bis 14. August, donnerstags bis samstags, Reservierung unter Telefon 38 89 96 06 oder info@thielemann.cooking)

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB