MünchenHier wird bei der "Langen Nacht der Musik" gefeiert

Am Samstagabend schwärmen 20 000 Gäste zu 400 Konzerten aus - in Bars, Kirchen, Yoga-Studios, Geschäften oder Museen.

Sakral

"Unsere Hauptaufgabe ist natürlich die liturgische Musik", erzählt Pater Robert Mehlhart von der Theatinerkirche, die in diesem Jahr zum ersten Mal bei der Langen Nacht mitwirkt. Und dieser Funktion wird das Programm in der mehr als 300 Jahre alten Kirche auch am Samstagabend gerecht - auf nicht ganz die übliche Weise. Die ansässige Vokalkapelle wird nach einer Eröffnungsfanfare von Trompeter Martin Horbach zunächst geistliche Stücke von Antonio Vivaldi singen. Danach ist mit einem Kammeroratorium des Jazzbassisten Gustavo Brinholi sogar eine deutsche Erstaufführung zu erleben, bevor die Kirche dann zum Offenen Singen einlädt. In St. Paul (St.-Pauls-Platz 11) verwandeln Stefan Hunstein, Axel Wolf und Hugo Siegmeth Schuberts "Winterreise" mit den Mitteln des Jazz in ein Gebet, und in St. Markus (Gabelsbergerstraße 6) werden verschiedene Münchner Chöre ausgewählte Chormusik von der Renaissance bis hin zu Jazz und Pop singen. Die Erlöserkirche (Ungererstraße 13) wiederum widmet dem Komponisten Robert M. Helmschrott anlässlich seines 80. Geburtstags einen ganzen Abend. Und in St. Lukas (Mariannenplatz 3) treten mit Melodiva und den Philhomonikern ein lesbischer und ein schwuler Chor gemeinsam auf.

Bild: Florian Peljak 27. April 2018, 09:332018-04-27 09:33:47 © SZ vom 27.04.2018/vewo