Krieg in der Ukraine:600 Geflüchtete ziehen in Zeltstadt

Das Ankunftszentrum muss die Messehallen verlassen, weil diese wieder für Ausstellungen gebraucht werden.

Das Ankunftszentrum für Geflüchtete aus der Ukraine zieht um. Bisher waren die neu angekommenen Ukrainerinnen und Ukrainer samt der Behörden-Infrastruktur in zwei Messehallen untergebracht. Weil diese künftig wieder für Ausstellungen benötigt werden, zieht das Ankunftszentrum in eine Art Zeltstadt, die auf einer Freifläche auf dem Messegelände aufgestellt wurde. Derzeit sind im Ankunftszentrum laut einem Sprecher des Sozialreferats knapp 600 Geflüchtete untergebracht. In den vergangenen sieben Tagen seien durchschnittlich gut 300 Menschen aus der Ukraine in München angekommen, ein Großteil von ihnen soll laut Plan in andere Kommunen weitergeleitet werden. Mit dem Ankunftszentrum sollen auch zahlreiche Dependancen von Behörden und Unterstützungsorganisationen in die elf Zelte wechseln, vom Jugendamt über medizinischen Dienst und Polizei bis zu den Münchner Freiwilligen. Bis Anfang Juli soll das Ankunftszentrum in den Zelten bleiben; wohin es dann umzieht, sei noch offen, man suche nach einem geeigneten Standort. In Messehallen werde man nicht zurückkehren.

Eine Taskforce im Sozialreferat sucht weiter geeignete Objekte und Grundstücke, um Geflüchtete längerfristig unterzubringen. Bisher habe man rund 50 Objekte und Anbieter geprüft. Vier Leichtbauhallen würden derzeit aufgebaut. Auf drei Flächen sollen Containeranlagen errichtet werden. Daneben prüfe das Sozialreferat auch bestehende Gebäude, die der Stadt zur Miete angeboten worden seien. Man wolle die Unterkünfte übers ganze Stadtgebiet verteilen.

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