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"Aufbruchsstimmung und Lebensart":Ernst-Hoferichter-Preise vergeben

Comiczeichnerin Barbara Yelin, Slam-Poet Jaromir Konecny und Filmemacher Wolfgang Ettlich werden geehrt

Der Filmemacher Wolfgang Ettlich, der Schriftsteller und Slam-Poet Jaromir Konecny sowie die Comiczeichnerin Barbara Yelin werden mit den Ernst-Hoferichter-Preisen 2021 ausgezeichnet. Der Preis ist jeweils mit 5000 Euro dotiert und wird seit 1975 jährlich an Münchner Künstlerinnen und Künstler der erzählenden Kunst vergeben, die Originalität mit Weltoffenheit und Humor verbinden. In diesem Jahr habe sich der Beirat der Ernst-Hoferichter-Stiftung, der auch als Jury fungiert, aufgrund der aktuell schwierigen Situation für Künstlerinnen und Künstler dazu entschieden, einen dritten Preis zu vergeben, heißt es in einer Mitteilung von Montag. In den Würdigungen heißt es, Wolfgang Ettlich habe geschafft, den Münchnern "Aufbruchsstimmung und Lebensart, ja sogar avantgardistische Wirtshauskultur und Kleinkunstförderung zu lehren und zu zeigen, was hier um die Ecke, in der Hohenzollernstraße, in der deutsch-deutschen Provinz und draußen in der Welt alles wert ist, filmisch festgehalten zu werden". Jaromir Konecny sei es seit seinem ersten Poetry Slam 1994 gelungen, zu "einer der wichtigsten deutschsprachigen Slampoeten" zu werden, Barbara Yelins Bücher wiederum werden gelobt als "zeichnerisch ebenso vielschichtig wie inhaltlich, sie sind genauestens recherchiert, politisch und sozial engagiert". Bislang wurden etwa 100 Künstlerinnen und Künstlern mit dem Ernst-Hoferichter-Preis ausgezeichnet, darunter Herbert Achternbusch, Doris Dörrie, Axel Hacke, Jörg Hube, Bruno Jonas, Luise Kinseher, Ali Mitgutsch, Frank-Markus Barwasser, Maria Peschek, Gerhard Polt, Herbert Riehl-Heyse, Tilman Spengler, Keto von Waberer, Marcus H. Rosenmüller, Christoph Süß sowie zuletzt Rudi Hurzlmeier und Dana von Suffrin.

© SZ vom 24.11.2020 / imei/van
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