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Moosach:Klonkrieger und Schiffscontainer

Künstlerkolonie Botanikum zeigt ihre Jahresausstellung

Ein schwebender Wasserfall ohne Anfang und Ende, ein mit Spiegeln ausgekleideter Schiffscontainer, der einen in eine Sinneswelt taucht, ein Klonkrieger, der auf einem begrünten Globus in eine bessere Welt reitet: Unter dem Titel "art25.Space" läuft parallel zur Stadtteilwoche in der Künstlerkolonie Botanikum von Freitag bis Sonntag, 12. bis 14. Juli, die Jahresausstellung. 30 Künstler öffnen an der Feldmochinger Straße 75-79 ihre Ateliers und Werkstätten in den Glashäusern der ehemaligen Gärtnerei und zeigen im Grashaus ihre Werke, dazu präsentieren sich 22 Gastkünstler aus Deutschland und Italien. Mehrere Performances sowie Licht- und Sound-Installationen, Objektkunst drinnen und auf dem weitläufigen Gelände runden das Gesamtkunstwerk ab. Es gibt Jazz am Sonntagnachmittag und Kulinarisches im Palmenhaus - unter leuchtenden Planeten.

Zur Eröffnung am Freitag, 12. Juli, 19 Uhr, spricht Louis Lewitan, Kolumnist des Zeitmagazins und Psychologe, über das Botanikum als Ort der Kreativität, Reflexion und Begegnung. Gastkünstler Wolfgang Flatz zeigt einen "Grabungsort", den er so betitelt: "Was wir waren, was wir sind, was macht unser Kind ...". Ugo Dossi lässt die Drahtskulptur "Burning Woman" brennen und hat "die hohe Kunst" entwickelt, die Trennung von Frau und Mann zu überwinden. Und Betty Mü macht einen auf "Fidschis Space". Gastgeber Heinrich Bunzel präsentiert "Landart" sowie ein Modell seines begrünten Flugzeugträgers, der zur Biennale in Venedig anlegen soll. Nach der Vernissage am Freitag sind Ausstellung und Ateliers am Samstag und Sonntag von 12 bis 20 Uhr geöffnet.

© SZ vom 10.07.2019 / anna

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