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Moosach:Bestellen ohne Kontakt

Bedarfsampeln sollen ohne Berührung funktionieren

Der Moosacher Bezirksausschuss möchte das Infektionsrisiko an Fußgängerampeln beseitigen. In einem einstimmigen Votum verabschiedete das Gremium in der ersten Sitzung der neuen Amtsperiode einen Dringlichkeitsantrag an die Stadtverwaltung, Bedarfsampeln so umzurüsten, dass Passanten das Signal ohne Ansteckungsgefahr anfordern können.

Viele Lichtzeichenanlagen etwa an der Allacher Straße/Franz-Mader-Straße seien mit gelben Schaltern ausgerüstet, die sich nur mit Berührung der nackten Handfläche betätigen ließen, begründete die CSU-Fraktion ihren Vorstoß. Mit Handschuhen oder auch dem Ellenbogen funktionierten sie nicht. Meist sei auch ein längerer Kontakt notwendig, was das Risiko, sich zu infizieren, noch erhöhe. Dies müsse möglichst schnell beseitigt werden.

Die CSU-Fraktion schlägt in ihrem Antrag als Alternative den Einbau mechanischer oder berührungsloser Schalter statt der gelben Handschmeichler vor, die alles andere als gesundheitsfördernd seien. Ursula Harper (Grüne), die sich einem Selbsttest unterzogen hatte, sagte, die derzeitigen Schaltflächen ließen sich schon mit dem Ärmel betätigen - allerdings müsse man länger auf sie drücken. Matthias Helmer (AfD) sagte, es gehe nicht nur um das aktuelle Coronavirus, sondern auch um den Schutz vor anderen Infektionskrankheiten. Eigentlich müssten die Ampeln in ganz München und bundesweit umgerüstet werden.

© SZ vom 30.05.2020 / anna

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