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Moosach:Alles halb so wild

Polizei hat nächtliches Feiern von Jugendlichen im Blick

Von Anita Naujokat, Moosach

Nein, ausgesprochene Hotspots für Feiernde sind sie offenbar nicht, die Ecke Ohlauer-/Wilhelmshavener Straße und die Gegend um die Kirchen von Sankt Martin. Wegen Klagen über nächtliche Ruhestörungen und "Nutzungskonflikte" liegt dem Bezirksausschuss nun ein Bericht der Polizei über beide Bereiche vor. Demnach registrierten die Beamten vom 1. April bis Mitte Juli sechs Einsätze, jeweils an Wochenenden, wegen Ruhestörung an der Ohlauer und Wilhelmshavener Straße. Bei drei davon hätten die Beamten niemanden angetroffen, bei den anderen sei intensiv mit den Jugendlichen gesprochen worden und es seien Platzverweise erfolgt. Fünf Jugendliche hätten gegen die Infektionsschutzmaßnahmen verstoßen. Die Aktivitäten der Jugendlichen hätten sich aber nach Rücksprache mit den Beschwerdeführern als noch erträglich herausgestellt. Rund um die alte und neue Pfarrkirche von Sankt Martin hat die Polizei Sachbeschädigungen in Form von Graffiti festgestellt. In diesen Fällen ermittle nun das zuständige Kommissariat. Was die ebenso beklagte Vermüllung um die Sitzbereiche an der alten Pfarrkirche von Sankt Martin betrifft, ist die Polizei ganz anderen Übeltätern auf die Spur gekommen. Nach einer genauen Inspektion geht sie davon aus, dass wohl eher Rabenvögel den Abfall aus den Eimern pickten und verstreuten und nicht Jugendliche. Den Konsum von Betäubungsmitteln und grobe Hinterlassenschaften an Altglas und Kippen bestätigt die Polizei nicht. Sie will aber beide Bereiche im Auge behalten.

© SZ vom 19.09.2020

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