Messestadt Riem:Soziales Wohnprojekt

Festbau soll Container-Unterkunft an Willy-Brandt-Allee ersetzen

Von ilona gerdom, Messestadt Riem

Seit 2015 gibt es an der Willy-Brandt-Allee 8 eine Unterkunft für Geflüchtete. Allerdings handelt es sich nur um Container. Der Bezirksausschuss (BA) Trudering-Riem fordert nun nicht zum ersten Mal einen Festbau. Schon vor sechs Jahren hatte sich das Stadtteilgremium für ein Gebäude statt einer Pavillonanlage ausgesprochen. Damals jedoch hatte es aus dem Sozialreferat geheißen, man brauche ein "Sofortprogramm". Genau wie jetzt an der Galopperstraße, wo eine Container-Unterkunft für 85 wohnungslose Menschen entsteht. Schon wieder werde da auf die Schnelle reagiert, sagte Grünen-Sprecher Herbert Danner in der jüngsten Sitzung. Immer wieder suche man "vorübergehende Notlösungen". Besser wäre es doch ein festes Gebäude für "die langfristige und betreute Unterbringung wohnungssuchender und bedürftiger Haushalte" zu haben. Das würde, so geht aus dem Antrag auf Initiative der Grünen hervor, auch dem Bebauungsplan für das Grundstück an der Willy-Brandt-Allee entsprechen. Denn der sehe einen Festbau mit größerer Wohnfläche vor.

Der BA wünscht sich zudem, dass das Gebäude nicht nur Geflüchteten und Wohnungslosen zur Verfügung steht, sondern dort auch genossenschaftliche Wohnungen und solche für Studierende unterkommen. So könne man eine "gut verträgliche Mischung" hinbekommen. Klar sei natürlich, so Danner: "Das geht nicht von heute auf morgen." Aber mit der Planung für so ein "dauerhaftes soziales Wohnprojekt" - und da waren sich die Stadtteilpolitikerinnen und -politiker einig - könne man ja mal beginnen. Der Vorschlag muss nun von den zuständigen Referaten geprüft werden.

© SZ vom 06.07.2021
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