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Messestadt Riem:Bäume statt Sonnensegel

Am See im Riemer Park soll es bald schattiger werden

Es ist eher ungewöhnlich, dass Bezirksausschüsse (BA) erfreut sind, wenn die städtischen Referate ihre Anträge ablehnen. In Trudering-Riem hat sich diese Seltenheit zugetragen. Der Forderung nach einem fest installierten Sonnensegel am Riemer See will die Abteilung Gartenbau des Baureferats nicht nachkommen, dafür sollen aber mehr Bäume gepflanzt werden, teilte die Behörde mit.

Schon seit Langem stören sich Besucher, Anwohnerinnen und Lokalpolitiker daran, dass es rund um das Gewässer im Buga-Park nicht genug Schattenplätze gibt. Verschiedenstes hatte der BA schon vorgeschlagen, wie der sengenden Sonne zu entkommen sei - zuletzt Sonnensegel. Laut Gartenbaureferat ist dafür jedoch eine "laufende Kontrolle und Bedienung nötig". Zudem befürchte man Vandalismus. Deshalb sieht das Referat "die Pflanzung zusätzlicher Bäume im Umfeld des Seeufers als beste Lösung für zusätzlichen Schatten".

Im Stadtteilplenum kam das gut an. Wie fast immer, wenn es um Neuerungen im Riemer Park geht, muss das zuerst mit dem Landschaftsarchitekten Gilles Vexlard abgestimmt werden. Da er der Urheber ist, darf nichts über seinen Kopf hinweg entschieden werden. Traditionell finde einmal im Jahr ein Ortstermin mit Vexlard und den zuständigen Referaten statt, sagte BA-Chef Stefan Ziegler (CSU). Bisher wurden die Lokalpolitiker dazu allerdings nicht mitgenommen. Deshalb fordert das Gremium für dieses Jahr eine frühzeitige Einladung zum gemeinsamen Parkbesuch.

© SZ vom 13.02.2021 / Ilgd
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