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Maxvorstadt:Die CSU fühlt sich ausgegrenzt

Gut vier Monate nach der konstituierenden Sitzung zeichnet sich ab, dass sich der seit Langem schwelende Unfriede im Bezirksausschuss (BA) Maxvorstadt auch im neuen Gremium fortsetzen wird - allerdings unter parteipolitisch umgekehrten Vorzeichen. Die CSU, vor der Wahl tonangebende Fraktion mit ihrem Vorsitzenden Christian Krimpmann, ist nun erneut mit einem Antrag gescheitert, den BA-Vorstand um einen Sitz für die Christsozialen zu erweitern. "Undemokratisch und unfair", nennt das Krimpmann in einer Mitteilung. In den vergangenen Wahlperioden habe man sich stets überparteilich auf eine möglichst ausgeglichene Besetzung von Posten verständigt, zeigt sich der CSU-Politiker verärgert.

Das neue Mehrheitsbündnis aus Grünen und SPD hat nach der Wahl alle Positionen im Vorstand und an der Spitze der Unterausschüsse unter sich aufgeteilt - was allerdings vor sechs Jahren die BA-Koalition aus CSU und SPD nahezu ebenso gehandhabt hatte, jedoch bekamen die Grünen das Amt der Vize-Vorsitzenden. Die Grünen fühlten sich dennoch, so wie die CSU jetzt, in die Rolle der Opposition gedrängt. Wobei, wie aus BA-Kreisen zu hören ist, Krimpmanns erneuter öffentlicher Vorstoß nicht als vertrauensbildend gewertet wurde. "Der Vorstand in seiner jetzigen Zusammensetzung wurde erst vor vier Monaten beschlossen. Seitdem hat sich inhaltlich nichts verändert", sagt Grünen-Fraktionssprecherin Sigrid Eck.

© SZ vom 29.09.2020 / smüh

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