Lochhausen:Einer Grande Dame würdig

Margot Hielscher gestorben

Namenspatin für eine Stichstraße: die 2017 verstorbene Schauspielerin Margot Hielscher.

(Foto: Ursula Düren/dpa)

Aufwertung für die Margot-Hielscher-Straße geplant

Von Ellen Draxel, Lochhausen

Die Margot-Hielscher-Straße erschließt als Sackgasse das Neubaugebiet Henschelstraße im Westen der Stadt. Im Frühjahr will das Baureferat diese nach der Grande Dame des deutschen Films der Nachkriegszeit benannte Straße erstmalig herstellen - mit einer alternierenden Anordnung von Senkrechtparkplätzen und Solitärbäumen. Die Planung, der Aubings Lokalpolitiker jetzt zugestimmt haben, sieht vor, der Straße einen "platzähnlichen Charakter mit hoher Aufenthaltsqualität" zu verleihen: Die Gehwege sollen dafür an einigen Stellen bis zu sieben Meter breit werden.

Genau 13 Baumpflanzungen impliziert das neue Straßenbegleitgrün, es müssen aber auch Bäume weichen - zehn im Bereich der zukünftigen Einfahrt in die Margot-Hielscher-Straße und eventuell weitere im Verlauf der Strecke. Ziel ist es laut Baureferat jedoch, "möglichst viele Bäume zu erhalten".

Rund 1000 Menschen sollen in dem neuen Quartier an der Grenze zur Gemeinde Gröbenzell einmal leben, die ersten Gebäude werden schon in einigen Monaten bezugsfertig sein. Insgesamt entstehen in der Siedlung etwa 460 Wohnungen, zwei Kindertageseinrichtungen, ein Supermarkt mit Café und eine rund 25 Meter breite, öffentliche Grünfläche. Angrenzend an die Wohnbebauung und direkt am Park wird es außerdem einen Nachbarschaftstreff und eine Offene Kinder- und Jugendeinrichtung geben. Bislang verfügt Lochhausen weder über Treffs noch über einen Supermarkt, das Viertel ist aber einer der am stärksten wachsenden Stadtteile Münchens. Erschlossen wird das Neubaugebiet Henschelstraße durch zwei Sackgassen: Die Margot-Hielscher-Straße, die am Kleiberweg beginnt, und die Marianne-Hoppe-Straße, die in die Federseestraße mündet.

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