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Lesung:Blick hinter den Brexit

Auch der Liedermacher Billy Bragg hat ein Buch geschrieben, das sich mit den Folgen des Neoliberalismus auseinandersetzt: "Die drei Dimensionen der Freiheit". Im Ampere diskutiert er mit Franz Dobler und Achim Bogdahn.

Von Jürgen Moises

Dass Popmusiker Bücher schreiben, scheint irgendwie in Mode. In den meisten Fällen sind das Autobiografien, wie etwa das Beispiel der Blondie-Sängerin Debbie Harry zeigt. Am 13. März stellt sie zusammen mit Chris Stein ihr Buch in der Muffathalle vor. Auch Richie Ramone, der am 16. März im Backstage spielt, hat seine Memoiren geschrieben. Billy Bragg ist ebenfalls so ein Pop-Literat, aber dann doch auf andere Weise. Denn sein Buch "Die drei Dimensionen der Freiheit", das er am 9. März im Gespräch mit Franz Dobler und Achim Bogdahn im Ampere vorstellt, ist nicht autobiografisch. Stattdessen hat der seit jeher gesellschaftlich engagierte britische Liedermacher einen wirklich lesenswerten "politischen Weckruf" verfasst. Darin setzt er sich sachlich und fundiert mit dem Neoliberalismus und dem Brexit auseinander. Und er zeigt, warum es für wahre Freiheit neben Liberalität und Gleichheit vor allem Verantwortlichkeit braucht.

Billy Bragg, Mo., 9. März, 20 Uhr, Ampere, Zellstraße 4, Telefon 21837300

© SZ vom 05.03.2020

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