Proteste im Iran:Gegen die Unterdrückung

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(Foto: Stephan Rumpf)

Seit Wochen gehen mutige Iranerinnen und Iraner gegen das autoritäre Regime in ihrem Land auf die Straße, sie protestieren gegen die Unterdrückung durch die theokratische Regierung und die von den Mullahs diktierten Lebensbedingungen. Junge Frauen schneiden sich als Protest gegen den Kopftuch-Zwang in aller Öffentlichkeit die Haare ab - und riskieren dabei, eingesperrt, gefoltert oder gar hingerichtet zu werden. Durch die Straßen Teherans und vieler anderer Städte schallt immer wieder der Slogan "Zan, Zendegi, Azadi" - Frau, Leben, Freiheit; im Netz wird immer wieder das Lied "Another Love" von Tom Odell als Protestsong der Bewegung gespielt. Und dieses wurde auch am Samstagabend in Unterföhring laut. Das parteiübergreifende Frauenbündnis Unterföhring hatte zur Unterstützung der Proteste eingeladen und setzte ein klares Signal der Solidarität mit den mutigen Iranern. Kerzen erhellten den Bahnhofsplatz, Bilder von Opfern der blutigen Niederschlagung der Proteste durch das Regime waren zu sehen - auch jenes von Jina Mahsa Amini, deren Tod im Gewahrsam der iranischen Sittenpolizei die Proteste ausgelöst hatte. Auch ihrer wurde in Unterföhring gedacht.

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