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SZ-Serie: Wahlgesänge:Rettet die CSU!

Partei verteilt Bienenhonig

Weihnachten ist vorbei, bis zum Geburtstag ist es noch eine Weile hin, doch an Tagen wie diesen gibt es allerorten Geschenke: Kugelschreiber mit Parteienlogo oder Blöcke mit dem Konterfei der Spitzenkandidaten sind die üblichen Devotionalien. Auch schön: Schokokuchen samt rotem Schleifchen oder Lebkuchenherzen. Der Unterföhringer CSU-Bürgermeisterkandidat Manfred Axenbeck mag es ebenfalls süß: Beim Neujahrsempfang der Partei hatten Helfer kleine Honiggläschen auf den Stehtischen zum Mitnehmen verteilt - fürs Frühstück am Morgen danach. Der Schraubverschluss ist mit CSU-Emblem und dem Nachnamen des Kandidaten bedruckt, das Kreuzchen, das der Wähler für ihn machen soll, ersetzt das X. Man könnte sich fragen, warum der CSU-Mann ausgerechnet Blütenhonig als Wahlwerbung ausgesucht hat. Um ihn jemanden um den Mund zu schmieren? Um Bienen anzulocken? Wohl kaum, die dürfen ja gar nicht wählen. Wahrscheinlich will er zeigen, dass für ihn genau wie für den Ministerpräsidenten die Bewahrung der Schöpfung als Markenkern der Partei gilt. Gehören Bienchen und Blümchen seit Neuestem doch genauso zur CSU wie Laptop und Lederhose.

An dieser Stelle spießt die SZ bis zum Wahltag am 15. März Kuriositäten und Besonderheiten im Kommunalwahlkampf auf.

© SZ vom 25.01.2020
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