Schulen:Umfassender Umbau

Kurt-Huber-Gymnasium in Gräfelfing braucht mehr Platz für Schüler und Mensa

Von Annette Jäger, Gräfelfing

Neue Schulkonzepte erfordern zuweilen größere Umbauarbeiten. So werden mit der Wiedereinführung des G 9 mit 13 Schuljahren bis zum Abitur mehr Klassenzimmer nötig. Das ist ein Grund, warum auf dem Gräfelfinger Schulcampus der Nordflügel komplett für das Kurt-Huber-Gymnasium umgebaut werden soll. Die Schule nutzt das Gebäude jetzt schon und belegt sechs Klassenzimmer. Nach der Sanierung, also zum Schuljahresbeginn 2025/26 soll es dann insgesamt zwölf Klassenzimmer und eine neue Mensa geben. Der Bauausschuss stimmte der Umbaumaßnahme jetzt zu.

Eine Machbarkeitsstudie hat bereits 2019 gezeigt, was aus dem sanierungsbedürftigen Nordtrakt werden kann. Jetzt hat das Architekturbüro Schmidt-Schicketanz Planer GmbH eine Planung vorgelegt, die Investitionen von zwölf Millionen Euro erfordert, 70 Prozent davon trägt der Landkreis. Kernstück ist die Neuorganisation der Räume. Neben den Klassenzimmern erhalten die Flure Lerninseln: Die Nischen sollen die langen Flure auflockern, aber auch Gruppenarbeit ermöglichen. Das gesamte Gebäude wird barrierefrei umgebaut, ein Aufzug wird künftig in die oberen Stockwerke führen. Auf dem Dach wird eine Fotovoltaikanlage installiert.

Der Nordflügel wird zudem eine eigene Mensa und eine kleine Schulküche erhalten, damit die Schüler nicht mehr mittags ins Hauptgebäude zum Essen gehen müssen. Gleichzeitig soll die bestehende Schulküche im Hauptgebäude so ausgebaut werden, dass die Speisen dort frisch zubereitet werden können. Bisher wird das Essen für die Schüler vom Carl-Spitzweg-Gymnasium in Germering nach Gräfelfing geliefert. Dazu ist eine vorherige Bestellung nötig. Sich spontan mittags zu entscheiden, in der Mensa zu essen, ist bisher nicht möglich, wie Schulleiterin Anita Groß in der Sitzung sagte. Zudem sei der Ansturm zuweilen so groß, dass vielen gar keine Zeit zum Essen bleibe. Eine Entzerrung auf zwei Mensen sei deshalb wünschenswert, ebenso sei frisch gekochtes Essen einem stundenlang Aufgewärmtem vorzuziehen. Der Umbau der Schulküche im Hauptgebäude soll 300 000 Euro kosten. Dem muss der Landkreis, der die Kosten tragen soll, noch zustimmen. In der Küche im Nordflügel sollen die aus dem Hauptgebäude gelieferten Speisen aufgewärmt werden.

Die Sanierung des Nordflügels ist so umfangreich, dass der Altbau in seinen Rohbauzustand zurückversetzt wird. Die Schüler müssten in der Zeit in anderen Klassenräumen untergebracht werden, sagte Stefan Schädle vom Bauamt. Mit den Arbeiten soll 2023 begonnen werden, die Bauzeit dauert bis Ende 2024.

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