Schäftlarn/Baierbrunn Rutschgefahr an Bahnhöfen

Eis und Schnee behindern weiter die Pendler auf der Linie S7

Von Katharina Schmid, Schäftlarn/Baierbrunn

Der aktuelle Zustand am Bahnhof Ebenhausen-Schäftlarn ist nach Ansicht von Fahrgästen "unverantwortlich". "Auf dem Bahnsteig befindet sich eine dicke Schicht aus zusammengepresstem Schnee, der oben täglich weiter poliert wird und zum Gleis hin abfällt", beschwert sich eine S-Bahn-Nutzerin. Die Zuwege und Bahnsteige der Haltestellen in Hohenschäftlarn, Ebenhausen und Icking sind auch Tage nach den heftigen Schneefällen in der Region weiter nur teilweise geräumt. In Ebenhausen seien die Fahrgäste tagelang durch kniehohen Schnee gestapft, sobald sie aus der S-Bahn ausstiegen, erzählt eine andere Bahnfahrerin.

Erst in der Nacht auf Donnerstag war der Bahnsteig weitgehend geräumt worden, die meisten Zuwege blieben aber weiterhin mit Schnee und Eis bedeckt. In Hohenschäftlarn war das Bild am Donnerstagmorgen noch unverändert, Bahnsteig und Zuwege lediglich Trampelpfade durch den Schnee, für Rollstuhlfahrer unüberwindbar. Vor allem für ältere Menschen steigt die Gefahr auszurutschen.

Die Zuständigkeit für das Schneeräumen an den Bahnhöfen liegt bei der Bahn. Ein Sprecher des Unternehmens äußerte am Donnerstag Verständnis für den Ärger. Es sei jedoch bereits "ein Großaufgebot" an Räumkräften im Einsatz, die arbeiteten "so schnell es geht". Ihnen mache jedoch die große Menge an Schnee zu schaffen, die in der vergangenen Woche im gesamten Oberland gefallen ist. Hinzu komme, dass der nasse Schnee komplett vereist sei, was das Räumen erschwere.

Im Gemeinderat von Schäftlarn kam das Thema am Mittwoch auf. Philipp von Hoyos (Grüne) machte seinem Ärger Luft. Die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel werde den Menschen damit erschwert. In Baierbrunn und Icking sei die Situation genauso ein Ärgernis.