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S-Bahn:Fahrgastverband lobt Verstärker für die S 8

Die Express-S-Bahn light zum Flughafen, die der Freistaat Bayern einführen will, ist aus Sicht der Aktion Münchner Fahrgäste "eine erste Verbesserung" für die überlastete S 8. Bekanntlich plant die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG), die den öffentlichen Schienennahverkehr für den Freistaat koordiniert, zu den Hauptverkehrszeiten eine zusätzliche Verbindung im 40-Minuten-Takt vom Ostbahnhof zum Flughafen. Diese S-Bahnen sollen nur am Leuchtenbergring, in Ismaning und Unterföhring halten, den am stärksten frequentierten Haltestellen der Linie. Wegen Zug- und Personal-Engpässen kann die S-Bahn München die Anforderung allerdings vorerst nicht umsetzen. "Noch laufen die Detailplanungen, erst im Anschluss kann die Zeitschiene genauer benannt werden", teilt eine Bahn-Sprecherin mit.

Stefan Hofmeir, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste, denkt schon weiter: "Wir brauchen kurzfristig eine Express-S-Bahn, die genauso häufig wie die bestehende S 8 fährt, damit ab Ostbahnhof ein Zehn-Minuten-Takt in Richtung Flughafen existiert." Das Nadelöhr sei die Strecke zwischen Daglfing und Johanneskirchen, die auch vom Güterverkehr genutzt wird. Hofmeir fordert daher, den geplanten viergleisigen Ausbau der Strecke, der voraussichtlich bis 2037 dauert, nicht abzuwarten, sondern für den Güterverkehr "eine andere Umfahrung von München in Richtung Norden zu finden". Außerdem schlägt er vor, die zusätzlichen Express-Züge nicht am Leuchtenbergring halten zu lassen, sondern in Berg am Laim. Der Bahnhof sei "ideal mit Tram und Bus erschlossen".

© SZ vom 18.01.2020 / ust

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