Pullach/Grünwald Blühendes Isartal

Insektenfreundliche Wiesen

Etwa 40 000 Quadratmeter in Pullach sollen stufenweise in bienen- und insektenfreundliche Blumenwiesen umgewandelt werden. Das hat der Gemeinderat am Dienstagabend beschlossen. "Wir sind dem Bienenbegehren einen Schritt voraus", freute sich der Leiter des Umweltamtes, Bernhard Rückerl. "Nur Grünwald war schneller." In der Nachbargemeinde hatte die CSU bereits im Juni vergangenen Jahres einen entsprechenden Antrag gestellt, in der Verwaltungsausschusssitzung am Dienstag wurden schon die Gärtnerarbeiten für die Umwandlung von artenarmem Rasen in blühende Wiesenflächen vergeben.

"Blühendes Pullach" nennt sich das landschaftsplanerische Konzept, mit dem öffentliche Grünflächen stufenweise in bienen- und insektenfreundliche artenreiche Blumenwiesen umgewandelt werden, in "Buntflächen", wie es Wolfgang Baumgartner, Mitarbeiter im Umweltamt, der das Konzept vorstellte, nannte. Auch für die sehr kleinen Flächen am Straßenrand gibt es einen schönen Namen: Verkehrsbegleitbunt. Natürlich dürfe das alles gerade an der Straße nicht zu wuchernd und damit die Sicherheit gefährdend gestaltet werden, so Baumgartner. Zu den Maßnahmen gehört unter anderem "mähen, fräsen, aussäen, walzen" an diversen Orten in Pullach, die Kosten sind mit etwa 28 000 Euro jährlich berechnet. Im ersten Jahr allerdings werde es etwa das Doppelte kosten, so Baumgartner, weil die Flächen erst angelegt werden müssten.

In Grünwald wurden die Arbeiten nach Prüfung von fünf Firmen an die mit dem wirtschaftlichsten Angebot vergeben. Den Auftrag führt nun die Eglinger Firma Weismann Garten- und Landschaftsbau aus. Die Expertise des Gartenexperten Reinhart Witt, mit dem man im vergangenen Jahr verschiedene Orte besichtigte, sowie der Kauf von Saatgut und Pflanzen haben bereits rund 23 000 Euro gekostet. Für die Gärtnerarbeiten sind jetzt rund 70 000 Euro eingeplant. Ob es auch eine Broschüre für die Bürger geben wird, wie Grünen-Gemeinderätin Ingrid Reinhart vorgeschlagen hat, ist noch unklar.