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Oberschleißheim:Die Volkshochschule kann die Kisten packen

Musikschulen

Neue Räume für den Instrumentalunterricht.

(Foto: dpa)

Das erste eigene Gebäude der Oberschleißheimer VHS wird laut Bürgermeister rechtzeitig zum neuen Semester fertig.

Von Klaus Bachhuber, Oberschleißheim

Das Sommersemester, in dem die Volkshochschule Oberschleißheim (VHS) gerade steckt, könnte das letzte in der Diaspora werden. Der Umbau der ehemaligen Sauna am Hallenbad zu einem Gebäude für die Bildungseinrichtung läuft gerade weitgehend unbemerkt, aber nach Auskunft aus dem Rathaus auch problemfrei ab.

"Den anvisierten Bezug im September können wir wohl einhalten", kündigte Bürgermeister Christian Kuchlbauer an. Somit könnten im Wintersemester ein Großteil der Kurse in den neuen Seminarräumen dort abgehalten werden, wo dann auch die Verwaltung der VHS sitzt.

Mit 64 Jahren auf dem Buckel ist die Oberschleißheimer Volkshochschule eine der ältesten Einrichtungen dieser Art in Bayern. Als in den Achtzigerjahren die VHS-Nord aufgebaut wurde, verteidigte sie ihre Eigenständigkeit. Nur einen eigenen Sitz hatte sie noch nie. In der jüngeren Historie hatte es sich eingebürgert, dass die Geschäftsstelle im "roten Schulhaus" in der Parksiedlung angesiedelt war und viele Kurse im Kindergartengebäude der "Biene Maja" am Schäferanger stattfanden. Speziell für den Instrumentalunterricht, der in Oberschleißheim auch unter dem Dach der VHS organisiert ist, wurden aber auch weitere Räume und Einrichtungen genutzt.

Der Kindergarten braucht die Räume selbst

Nach dem Auszug der VHS aus dem Kindergarten, der die Räume selbst benötigt, musste zuletzt an elf verschiedenen Standorten improvisiert werden. Mit der Neuordnung der Kindertagesstätten hatte der Gemeinderat aber auch die Umwidmung der ehemaligen Sauna eingeleitet. "Wir sind sehr froh, wenn wir dann angestammte Räume haben, wo auch VHS draufsteht", freute sich der VHS-Vorsitzende Rolf Hobelsberger über den Beschluss. Die Sauna wurde im Herbst 2015 stillgelegt, umgebaut wird seit Ende 2016.

Das 1973 an das Hallenbad angegliederte Gebäude wurde dabei weitgehend entkernt. Entstehen werden fünf Schulungsräume mit jeweils 22 bis 30 Quadratmeter Fläche. Ein Bewegungsraum bietet eine Größe von 77 Quadratmetern. Außerdem gehören zur neuen VHS noch das Verwaltungsbüro und Funktionsräume. Zugang wird wie beim Hallenbad von Westen her sein, vom Parkplatz aus.

Auf der Baustelle ist mittlerweile bereits der Estrich gelegt. Die Bautüre wird dann später zum Haupteingang vergrößert. Zusätzliche Fenster werden noch gesetzt. Über eine Rampe an der Nordseite wird ein behindertengerechter Zugang sichergestellt.

Die Neugestaltung war mit einem Kostenvolumen von 750 000 Euro veranschlagt worden, im vergangenen Sommer ergab die Feinplanung dann eine Erhöhung auf 835 000 Euro. Von diesen Kosten müsse man bisher nicht weiter abrücken, versichert der Bürgermeister, ebenso wie beim Termin sei man auch bei den Kosten "voll im Plan".

© SZ vom 18.04.2017/belo

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