49-Euro-Ticket:Kreis fordert Geld vom Staat

Landrat Göbel erwartet, dass die bisherigen Finanzierungszusagen für den MVV nicht ausreichen.

Mit der Einführung des 49-Euro-Ticktes wird sich die Tarif-Struktur innerhalb des öffentlichen Personennahverkehrs massiv verändern. Münchens Landrat Christoph Göbel (CSU) nimmt daher vor allem den Bund und die Staatsregierung in die Pflicht, wenn es um die Finanzierung des sogenannten Deutschlandtickets geht. In der jüngsten Sitzung des Mobilitätsausschusses des Kreistags sagte Göbel, er gehe nicht davon aus, dass die bisher gemachten Finanzierungszusagen des Bundes und der Länder für das 49-Euro-Ticket ausreichten. "Dann ist die Frage, wo kommt das Geld her", so Göbel, um selbst die Antwort zu geben: "Wir als Verbundlandkreise im MVV sagen: ganz klar vom Staat."

Neben dem 49-Euro-Ticket wird aber weiterhin die im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund geltende Tarif-Struktur erhalten bleiben - mit teils erheblichen Preiserhöhungen um durchschnittlich fast sieben Prozent zum 12. Dezember. Allein reichen die Ticketpreise aber nicht aus, um das Angebot zu finanzieren; daher müssen der Freistaat, die Landeshauptstadt und die acht Verbundlandkreise etwa 70 Millionen Euro ausgleichen. Davon übernimmt das Land die Hälfte, die Stadt und die Landkreise die anderen 50 Prozent jeweils anteilig. Sollte dieser Zuschuss steigen, müsse die Mehrkosten der Freistaat tragen, forderte der Kreis.

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