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Klimaschutz:Laser statt Böller

Taufkirchen schafft Feuerwerk zu Silvester am Rathausplatz ab

In der nächsten Silvesternacht will Taufkirchen auf Laser statt Böller setzen. Das hat der Gemeinderat auf Antrag der Initiative Lebenswertes Taufkirchen (ILT) beschlossen. Demnach wird es zum Jahreswechsel eine Lichter- oder Lasershow am Rathausplatz geben. Überdies wird das Rathaus die Öffentlichkeit "über Plakate und die Presse" informieren, welche Folgen die private Böllerei für Gesundheit und Umwelt habe. "In ihrer Vorbildfunktion", heißt es in dem ILT-Antrag, solle die Gemeinde ihre Bürger zum Verzicht auf eigenes Feuerwerk animieren.

"Feinstaubbelastung, Müllbelastung, Lärm, Schaden für die Umwelt und für Tiere", zählte Beatrice Brückmann (ILT) als Gründe für den Verzicht auf. Im Vorjahr habe sie noch für ein zentrales Feuerwerk der Gemeinde geworben. "Ich denke aber, dass es jetzt besser ist, eine Lichtershow zu veranstalten." Diesem Vorschlag schlossen sich viele Gemeinderäte an. "Das kann man ja mal probieren", sagte Michael Lilienthal (Freie Wähler), der jedoch auch darauf hinwies, dass Feuerwerke zu Silvester "nun mal eine große Tradition haben". Er plädierte dafür, eher an anderer Stelle anzusetzen - etwa beim Sommerfest der Vereine, das bisher immer mit einem Feuerwerk beschlossen wurde. Laut Bürgermeister Ullrich Sander (parteifrei) wurde dieses Feuerwerk in der Vergangenheit von privater Hand gesponsert; heuer soll es nach seinem Wissen nicht wiederholt werden.

Letztlich votierte der Gemeinderat mit 22:1 Stimmen für eine Laser- oder Lichtershow an Silvester; lediglich Paul Haberl (CSU) lehnte den ILT-Antrag ab. Premiere wird heuer sein.

© SZ vom 29.01.2020 / stä
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