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Ismaning/Unterföhring:Bürger nutzen Fahrrad-Zuschüsse

Nord-Kommunen erhöhen Mittel für umweltfreundliche Mobilität

Von Sabine Wejsada, Ismaning/Unterföhring

Die Förderprogramme zur umweltfreundlichen Mobilität, die von Ismaning und Unterföhring aufgelegt worden sind, werden besser aufgenommen als erwartet. Daher müssen in beiden Kommunen die Zuschusssummen erhöht werden, weil die jeweils in den Haushalt eingestellten Beträge bereits ausgeschöpft sind, aber bis zum Jahresende mit weiteren Anträgen zu rechnen ist. In Ismaning sind die für 2020 vorgesehenen Mittel in Höhe von 200 000 Euro vergeben, weitere 150 000 Euro hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung freigegeben. Dort hat es bislang 478 Anträge auf einen Zuschuss gegeben.

Auch in Unterföhring braucht es mehr Geld. Wie Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (Parteifreie Wählerschaft, PWU) jetzt im Umweltausschuss bekannt gab, sind seit Januar 283 Anträge von Bürgern eingegangen, die sich um einen Zuschuss für die Anschaffung von Fahrrädern, E-Bikes oder Lastenrädern sowie Anhängern bemüht haben. "Das ist eine positive und sehr tolle Entwicklung", sagte der Rathauschef. Allerdings reicht der von den Kommunalpolitikern bereitgestellte Betrag in Höhe von 65 000 Euro im laufenden Haushaltsplan nicht aus. Kemmelmeyer rechnet damit, dass bis Ende 2020 noch weitere Anträge folgen. Der neunköpfige Ausschuss empfahl deshalb dem Gemeinderat, für heuer zusätzlich 75 000 Euro zu genehmigen. In den Folgejahren will die Kommune von vornherein mit höheren Beträgen planen.

Im vergangenen Oktober hatte der Gemeinderat das vom Umwelt-, Digital- und Energieausschuss aufgelegte Förderprogramm zur Mobilität beschlossen. Im Januar trat es in Kraft. Seither können Unterföhringer Bürger und Gewerbetreibende Zuschüsse beantragen. Gefördert werden etwa Fahrräder, Anhänger, Lastenräder, Pedelecs sowie maximal zwei E-Bikes pro Haushalt, Fahrradüberdachungen sowie Ladepunkte. Wer sich ein neues Radl kauft, der muss innerhalb von zwölf Monaten nach Kaufdatum den Antrag einreichen. Berechtigt dazu sind all jene, die seit drei Jahren entweder ihren Hauptwohnsitz oder ein Gewerbe in Unterföhring betreiben. Der Ausschuss sprach sich zudem dafür aus, gebrauchte Pedelecs und Räder in die Förderliste aufzunehmen. Ausgeschlossen bleiben Privatkäufe mangels offizieller Rechnung.

© SZ vom 23.09.2020

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