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Haar:VHS-Chefin geht nach einem Jahr

Nicole Leber hat sich die Arbeit für die Haarer Volkshochschule anders vorgestellt.

(Foto: Claus Schunk)

Nicole Lebers Abschied kommt kurzfristig - nun muss improvisiert werden

Von Bernhard Lohr

Die Volkshochschule Haar ist nach knapp einem Jahr wieder auf der Suche nach einem neuen Geschäftsführer. Nicole Leber, 47, verlässt die VHS zum Jahresende. Der Abschied kommt kurzfristig und ist für die Einrichtung nicht ohne Improvisieren zu bewältigen. Die Stelle ist ausgeschrieben, Mitte Januar werden erste Bewerbungen gesichtet. Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD), die auch Vorsitzende des Trägervereins der Volkshochschule ist, rechnet mit einer Übergangsphase, bis ein Nachfolger gefunden ist. Leber folgte erst Ende 2018 auf Alfred Pfeuffer, der die Haarer Volkshochschule 17 Jahre geleitet hatte.

Dass Leber jetzt nach so kurzer Zeit von sich aus gekündigt hat, hat offenbar auch damit zu tun, dass sie von außen kam und den VHS-Betrieb in Haar nicht so gut kannte. Sie habe sich die Arbeit "anders vorgestellt", sagt Leber. Es sei viel Verwaltungstätigkeit gefordert und sie habe viel mit rechtlichen Fragestellungen zu tun. Sie wolle lieber wieder stärker direkt in der Erwachsenenbildung tätig sein und habe bereits eine neue Stelle gefunden, sagt Leber, ohne dabei konkreter werden zu wollen. Bevor sie nach Haar kam, hatte Leber die Geschäftsführung der Akademie des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands in München inne.

Müller deutet an, dass ein Chef von außen auch mit etablierten Strukturen zu kämpfen habe. Aber sie will sich nicht damit aufhalten, was war. "Wir müssen nach vorne schauen." Sie stehe mit dem zweiten Vorsitzenden Eckart Hundt im Gespräch. Der Hauptausschuss der Volkshochschule werde sich auf seiner turnusmäßigen Sitzung kommende Woche mit der Personalie befassen.

Ob wieder ein Geschäftsführer oder eine Geschäftsführerin wünschenswert wäre, der oder die der Haus kennt und intern aufsteigt, möchte Müller nicht kommentieren. Es sei eine offene Ausschreibung, jeder geeignete Kandidat könne sich bewerben. Zunächst müsse eine Interimslösung gefunden werden.

© SZ vom 05.12.2019

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