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Haar:Es bleibt beim Schulcampus

Bisher gehen viele Haarer Schüler auf die Realschule Vaterstetten Baldham.

(Foto: Christian Endt, Fotografie & Lic)

Landrat und Bürgermeister einig über schnelle Realisierung.

Von Lars Brunckhorst, Haar

Der Schulcampus Haar soll zügig vorangetrieben werden. Darauf haben sich Landrat Christoph Göbel (CSU) und Haars Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) am Montag verständigt. Wie einer gemeinsamen Pressemitteilung zu entnehmen ist, soll dafür zunächst der Vorläuferbetrieb der Fachoberschule in leer stehenden Gewerbegebäuden zum Schuljahr 2018/19 vorbereitet werden. Müller habe den Kontakt vermittelt, um temporäre Container in Gronsdorf zu vermeiden. Müller und Göbel zufolge hat Kultusminister Ludwig Spaenle für den Fall der Aufnahme des Schulbetriebs im Herbst 2018 der neuen FOS Haar die gewünschte Ausbildungsrichtung Gesundheit in Aussicht gestellt.

Landrat und Bürgermeisterin betonen in ihrer Erklärung vom Montagabend, am Gesamtvorhaben Schulcampus aus Fachoberschule, Realschule und Pflegeschule auf dem bislang städtischen Grundstück in Gronsdorf festhalten zu wollen. Studien und eine Grundstücksprüfung hätten gezeigt, dass der Standort für das Vorhaben am besten geeignet sei, so Müller - vorausgesetzt allerdings, der Verkehr könne vom bestehenden Straßensystem aufgenommen werden. Da das Kultusministerium inzwischen jedoch mit bis zu 1200 Schülern für die Fachoberschule rechnet, war eine erneute Prüfung unlängst zu dem Ergebnis gekommen, dass das Straßennetz für den Schulcampus im Endausbau inklusive Realschule nicht leistungsfähig sei.

Dennoch soll am Standort in Gronsdorf festgehalten werden. Göbel und Müller gehen davon aus, dass mit der Lösung der städtebaulichen und baurechtlichen Fragen am Münchner Rappenweg der schon lange gewünschte Durchstich einer neuen Nordtangente in Haar nach München möglich wird. Dadurch könnte die notwendige Erschließung des Schulgrundstücks für den Gesamtcampus erfolgen. Laut Göbel unterstützt auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das Vorhaben uneingeschränkt. Landkreis und Gemeinde stünden daher weiter in Verhandlungen mit der Landeshauptstadt über den Erwerb der notwendigen Grundstücke. Ende vergangener Woche waren wegen der Verkehrserschließung Zweifel an der Realisierbarkeit des Schulcampus aufgetaucht.

Der Landkreis will nun "zeitnah" eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. Sie soll als Grundlage eines Architektenwettbewerbs sowie der gemeindlichen Bauleitplanung dienen und zeigen, welcher Grundstücksumgriff im Endausbau genau benötigt wird und wie das Bauvorhaben realisiert werden kann.

© SZ vom 16.05.2017 / sdm/hilb

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