Gräfelfing:Niedrigere Hürden für barrierefreies Wohnen

Die Gemeinde gewährt mehr Bürgern Zuschüsse und stockt zudem das Budget auf.

Gräfelfinger Bürger mit geringen finanziellen Mitteln können einen Zuschuss von der Gemeinde erhalten, wenn sie ihren Wohnraum barrierefrei anpassen müssen. Die Kommune hat ihre Richtlinien überarbeitet und gewährt nach einem Beschluss des Sozialausschusses 7000 Euro pro Maßnahme. Damit Menschen mit körperlichen Einschränkungen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben können, werden der Einbau von Treppenliften, die Installation von Haltegriffen und Türverbreiterungen, um sich mit einem Rollator durch die Wohnung zu bewegen, bezuschusst. Das gilt auch für Mietwohnungen.

Im Kreis München berät das Kompetenzzentrum barrierefreies Wohnen, die Berater machen auch Hausbesuche. Das Geld der Gemeinde gibt es zusätzlich zu anderen Hilfen, etwa aus der Kranken- und Pflegekasse. Auch Zuschüsse durch Stiftungen oder das Bayerische Wohnbauförderungsgesetz kommen in Frage, reichen aber in Summe oft nicht aus, um die Umgestaltung zu finanzieren. Wer als Einzelperson ein bereinigtes Einkommen in Höhe von 22 600 Euro im Jahr oder als Zwei-Personen-Haushalt 34 500 Euro zur Verfügung hat - für jede weitere Person werden 8500 Euro angerechnet - kann gefördert werden. Die Gemeinde stockt ihr Gesamtbudget für die Förderung im Haushalt auf 20 000 Euro auf.

In der Vergangenheit sind laut Petra Hierl-Schmitz von der Sozialverwaltung im Rathaus nur wenige Anträge im Jahr bei der Gemeinde eingegangen. Deshalb wurde der Empfängerkreis nun erweitert. Das Geld steht nicht mehr nur Bürgern über 60 Jahren zu, sondern allen, die die Kriterien erfüllen.

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