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Forschung:"Apotheke der Welt"

CSU-Abgeordneter Hahn setzt bei Corona-Medikamenten auf Firmen im Landkreis

Das momentan beherrschende Thema bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie ist der bevorstehende Einsatz von Impfstoffen. Dabei gerät gerne in Vergessenheit, dass die Forschung auch an Therapeutika zur Behandlung eine Covid-19-Erkrankung arbeitet. Für deren Förderung setzt sich der CSU-Bundestagsabgeordnete Florian Hahn ein, der nun mitteilt, dass es "in letzter Minute" gelungen sei, dafür insgesamt 50 Millionen Euro in den Bundeshaushalt einzubringen.

"Das ist ein erster wichtiger Schritt", sagt der Putzbrunner. Jetzt liege der Ball bei den innovativen Firmen, besonders auch im Landkreis München, Förderanträge zu stellen und die Gelder abzurufen. Die Summe verteilt sich über eine Zeitraum von drei Jahren, in 2021 sollen zehn Millionen Euro für die Entwicklung von Medikamenten bereitgestellt werden, in den beiden Folgejahren legt der Bund jeweils 20 Millionen Euro drauf.

Geht es nach Hahn, sollen davon vor allem Unternehmen aus dem Landkreis profitieren. Er hat vor allem das Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) in Martinsried im Blick. Von dort gehe eine beeindruckende Innovationskraft aus. "Nicht ohne Grund gehen in dieser Wahlperiode mehr als 15 Millionen Euro Bundesforschungsförderung an Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Gemeinde Planegg", sagt er. "Diese großartige Summe ist Beleg dafür, wie pulsierend und zukunftsweisend unsere Region ist."

Insgesamt akquirierten in dieser Wahlperiode Unternehmen und Institute aus dem Landkreis mehr als 213 Millionen Euro Fördergeld aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, darunter befinden sich auch Verbundprojekte mit Firmen und Forschungseinrichtungen außerhalb des Landkreises.

Gerade die innovative Start-up-Szene könne mit ihrem Knowhow einen wichtigen Beitrag bei der Pandemie-Bekämpfung leisten, so Hahn, von der Entwicklung von Medikamenten über Komponenten für Corona-Tests bis hin zu einem Konsortium zur Herstellung von Impfstoffen. Deutschland könne in Sachen Corona-Bekämpfung wieder "zur Apotheke der Welt" werden.

© SZ vom 17.12.2020 / müh
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