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Feldkirchen:Alphaform meldet Insolvenz an

Die Alphaform AG in Feldkirchen ist eine der großen Firmen auf dem Gebiet der 3D-Druck-Technologie.

(Foto: Catherina Hess)

Im vergangenen Jahr war das 3D-Druck-Unternehmen noch auf Expansionskurs. Nun steht es vor der Zahlungsunfähigkeit. Die Zukunft der 110 Mitarbeiter in Feldkirchen ist ungewiss.

3D-Druck gilt als Zukunftstechnik, und die Alphaform AG in Feldkirchen zählt zu den großen Unternehmen der Branche. Doch die Geschäfte laufen nicht: Am Dienstag beantragte das Unternehmen wegen drohender Zahlungsunfähigkeit die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Wie es mit den 110 Mitarbeitern und drei Lehrlingen in Feldkirchen weitergeht, ist nach Angaben aus dem Unternehmen unklar. Die Tochtergesellschaften im In- und Ausland sind von dem Verfahren bislang nicht betroffen.

In Heimstetten wurde erst eine neue Fertigungshalle angemietet

Die 3D-Drucktechnik wird unter anderem in der Prototypenherstellung für die Automobilindustrie und in der Medizintechnik eingesetzt. Vergangenes Jahr war Alphaform noch auf Wachstumskurs. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 29 Millionen Euro, in Heimstetten wurde eine neue Fertigungshalle angemietet. Trotzdem schrieb das Unternehmen rote Zahlen, 3,2 Millionen Euro betrug der Verlust 2014.

Im Juni 2015 brachte das Unternehmen mit Hilfe externer Berater ein Sanierungskonzept auf den Weg. "Die Umsetzung dieser Maßnahmen lässt sich aber nicht aus dem operativen Geschäft finanzieren", heißt es in einer Mitteilung. Deshalb habe der Vorstand entschieden, die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu beantragen. Vorstandsvorsitzender Hanns-Dieter Aberle wird mit den Worten zitiert: "Ich bin unverändert überzeugt, dass Alphaform gestärkt aus dieser schweren Krise hervorgehen wird."