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Ehrung:Bürgermedaille für den "Protzn-Sepp"

Ausgezeichnet: Josef Trundt (l.).

(Foto: Gemeinde Unterföhring)

Die Gemeinde Unterföhring hat am Donnerstagabend Josef Trundt, 73, ausgezeichnet

Mit der Bürgermedaille hat die Gemeinde Unterföhring am Donnerstagabend Josef Trundt, 73, ausgezeichnet. Wie Rathauschef Andreas Kemmelmeyer (PWU) in seiner Laudatio sagte, wird mit der höchsten Auszeichnung der Kommune, das seit mehr als vier Jahrzehnten währende Engagement des vielfach aktiven und streitbaren Unterföhringers gewürdigt. Er hat sich vor allem für den Bau des S-Bahntunnels sowie beharrlich für Umwelt- und Naturschutz eingesetzt.

Trundt kam 1971 zusammen mit seiner Frau Christine in die Stadtrandgemeinde. Bereits ein Jahr später trat er in die örtliche CSU ein, wurde stellvertretender Vorsitzender und führte den Ortsverband von 1990 bis 2000; zwei Monate lang saß Trundt 2002 auch im Gemeinderat - als Nachrücker für den verstorbenen Martin Weichselbaumer.

Er gilt als das "grüne Gewissen" der Gemeinde

Und in dieser kurzen Zeit stellte Trundt mehr Anträge als so mancher in einer ganzen Amtsperiode, wie Kemmelmeyer Altbürgermeister Klaus Läßing zitierte. Der Wunsch nach Mitgestaltung und nach Aufklärung sowie die Hartnäckigkeit, sich in ein Thema ein- und manchmal auch abzuarbeiten, kennzeichnen Josef Trundt bis heute. Gerade beim Heizkraftwerk München Nord hat die Gemeinde ihm viel zu verdanken.

Seit den früheren Neunzigerjahren gilt Trundt als das "grüne Gewissen" von Unterföhring, sagte Kemmelmeyer und erinnerte an dessen Tatendurst bei der Rettung der Wechselkröte, was Trundt den Spitznamen "Protzn-Sepp" einbrachte. Von 1996 an hat Trundt zusammen mit dem Umweltamt der Gemeinde und anderen Mitstreitern die lokale Agenda aufgebaut, die Geothermie vorangetrieben und den Park am Ortsrand mitgestaltet, kurzum: Trundt tut alles dafür, damit Unterföhring seine grünen Flecken nicht vergisst und schonend nutzen kann. Die Bürgermedaille dürfte ihm als Ansporn dienen, weiter zu machen.