Oberschleißheim:Zwölf Millionen für den Campus

Oberschleißheim: Von der Königinstraße am Englischen Garten in München wird die Tierärztliche Fakultät der LMU nach Oberschleißheim verlegt.

Von der Königinstraße am Englischen Garten in München wird die Tierärztliche Fakultät der LMU nach Oberschleißheim verlegt.

(Foto: Stephan Rumpf)

Der Freistaat übernimmt die Erschließungsmaßnahmen für den neuen Standort der Tierärztlichen Fakultät.

Im Haushaltsausschuss des bayerischen Landtags ist der nächste Meilenstein beim Neubau des Campusgeländes für die Tierärztliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität in Oberschleißheim gesetzt worden. Wie das Büro des Kirchheimer CSU-Landtagsabgeordneten Maximilian Böltl mitteilt, wird der Freistaat die Erschließung des neuen Uni-Standortes mit knapp zwölf Millionen Euro übernehmen. So habe es der Ausschuss beschlossen.

Die Tierärztliche Fakultät der LMU am Englischen Garten in München leidet unter Platzmangel und technisch unzureichenden Gebäuden. Mittelfristig ist deshalb geplant, alle veterinärmedizinischen Einrichtungen auf einem hochmodernen Campus mit eigener Energiezentrale in Oberschleißheim zu bündeln. Im Endausbauzustand werden sowohl die Institutsgebäude als auch Tierkliniken und Versuchsgüter am Campus angesiedelt. Die etwa 2000 Studierenden werden ihren Schwerpunkt künftig in Oberschleißheim haben.

Die Erschließungsmaßnahmen wurden dem CSU-Abgeordnetenbüro zufolge in enger Abstimmung mit der Gemeinde in einem städtebaulichen Vertrag festgelegt. Es handelt sich dabei um die Parkplatzanlage für den Campus, die Geh- und Radwegeanbindung sowie die Errichtung eines Pumpwerks für die Einleitung des Abwassers in die Kanalisation. Weitere Wünsche der Gemeinde Oberschleißheim seien in die Planungen mitaufgenommen worden: Freianlagen, Elektrotrassen für Ladesäulen und Außenbeleuchtung, Bushaltestellen und eine Lichtsignalanlage. Der Freistaat übernimmt danach alle Kosten für die Erschließungsmaßnahme, lediglich 40 Prozent für die Ampelanlagen trägt die Gemeinde.

Auch das von der Gemeinde geforderte Mobilitätskonzept wird demnach erfüllt: Von 150 Stellplätzen würden 56 mit Ladepunkten errichtet, die neu entstehenden Wege in das überregionale Radwegenetz eingearbeitet und auch auf Carsharing-Möglichkeiten werde geachtet. "Der geplante neue Campus der LMU ist von entscheidender Bedeutung für Oberschleißheim. In der Folge können wir Gewerbe ansiedeln und zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen generieren, mit denen wir wichtige Projekte für die Menschen vor Ort ermöglichen", wird in der Mitteilung von Böltls Büro Oberschleißheims Bürgermeister Markus Böck (CSU) zitiert.

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