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Bildung:Gebunden, aber offen

Neues Ganztagskonzept für die Neubiberger Grundschule

Von Daniela Bode, Neubiberg

Der Elternbeirat der Grundschule Neubiberg kann sich freuen: Das Konzept für die Weiterentwicklung des gebundenen Ganztags an der Schule nimmt Gestalt an. Im Sozial- und Kulturausschuss stellten Schulleiterin Susanne Sieben sowie Christian Schüehle und Elisabeth Moroder-Özcan vom Kreisjugendring München Land (KJR), am Dienstag Eckpunkte vor. Ein zentraler Punkt: Die Bedürfnisse der Kinder sollen im Mittelpunkt stehen.

Der KJR ist bisher für die Schulsozialarbeit an der Schule zuständig und übernimmt nun auch die Trägerschaft für den gebundenen Ganztag. Der Gemeinderat hatte im Mai 2019 beschlossen, dass die gebundene Ganztagsklasse auf Basis eines vom Elternbeirat vorgelegten Konzepts ein qualitativ hochwertiges Betreuungsangebot durch pädagogische Fachkräfte erhalten soll. Den Eltern hatte das bisherige Konzept nicht gereicht.

Nach vielen runden Tischen von Schulleitung und Kreisjugendring ist das Konzept nun "in den letzten Zügen", wie Schüehle erläuterte. Im Zentrum steht, den Ganztag an der Schule zukunftsfähig zu machen, wenn 2025 der Rechtsanspruch auf die Schulkindbetreuung kommt, wie Moroder-Özcan sagte.

Ein paar Kernpunkte des Konzepts griff sie heraus: So sollen die Schüler die Möglichkeit haben, sich zu begegnen. Angedacht ist auch eine "Öffnung" der Schule in die Gemeinde Neubiberg. Als Beispiel nannte sie, dass die Kinder auch Blumentöpfe beim Rathaus bestücken und so die Gemeinde mitgestalten könnten.

Während Grünen-Gemeinderat Frederik Börner anregte, die Vereine an die Schule zu holen, sollen die Kinder laut Schüehle auch ermutigt werden, zu den Vereinen zu gehen. "Wir wollen eng am Puls der Zeit sein", betonte auch Sieben, die sagte, das Konzept sei nicht in Stein gemeißelt.

Die Sorge von Freie-Wähler-Gemeinderätin Stephanie Konopac, dass eine Zwei-Klassen-Gesellschaft an den Grundschulen entstehen könnte, erwies sich als offenbar unbegründet. Bürgermeister Thomas Pardeller (CSU) betonte, dass die Grundschule Unterbiberg mit 150 Schülern viel kleiner sei und die Unterbiberger zufrieden seien, weil es genügend Hortplätze gebe.

© SZ vom 08.10.2020

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