Artenschutz:Haarer Bienenfreunde

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Artenschutz: Bienen haben viele Verbündete in Haar.

Bienen haben viele Verbündete in Haar.

(Foto: Claus Schunk)

Gemeinde praktiziert Nachhaltigkeit und will Umweltschutz-Wettbewerb gewinnen

Sie haben sich noch gar nicht beworben. Trotzdem sind sie in Haar schon überzeugt, bei dem Wettbewerb "Bienenfreundliche Gemeinde" eine formidable Rolle zu spielen. Schließlich sieht man sich am Ort seit Jahren als Vorreiter, was das Anlegen von Blühwiesen oder Hecken und andere Dinge angeht, die unter dem Überbegriff Insektenschutz laufen. So ging in diesen Tagen ohne große Debatte ein von FDP, CSU und SPD getragener Antrag durch, sich bei der Ausschreibung des Bezirks Oberbayern zu bewerben. Peter Siemsen (FDP) begrüßte die Teilnahme, die eine gute Chance biete, das Thema wieder den Bürgern auch präsent zu machen. "Es geht nicht nur um die Bienen."

Beim erfolgreichen Volksbegehren "Rettet die Bienen" zum Erhalt der Artenvielfalt 2019 war die Zustimmung in Haar im Vergleich zu anderen Kommunen hoch, was sicher auch damit zu tun hat, dass man sich im Rathaus schon um die Bienen gesorgt hat, als noch wenige darüber redeten. Das Umweltreferat ließ seit Ende der Neunzigerjahre Magerrasenflächen anlegen, die im Sommer blühen und Insekten Nahrung bieten. Man ist Gold-Mitglied im Netzwerk "Stadtgrün naturnah". Viele Wildbienenarten seien in Haar zuhause, konstatierte ein Bienen-Experte bei einer Kartierung 2019. Einen Wildbienenpfad gibt es freilich. Deshalb sieht man sich auch locker in der Lage, die Kriterien für eine Bewerbung zu erfüllen. Gemeindeflächen müssen insektenfreundlich bepflanzt sein, Pestizideinsatz soll es nicht geben, auf vielfältiges Straßenbegleitgrün wird geschaut und darauf, dass man auch die Imker am Ort unterstützt.

Der Aufwand in der Verwaltung für die Bewerbung wird ob der guten Voraussetzungen als überschaubar angesehen. Bürgermeister Andreas Bukowski (CSU) sagte, "ich denke, dass wir beste Chancen haben, aufs Treppchen zu kommen". Die Gewinner erhalten 3000, 2000 oder 1000 Euro. Ebenso wichtig, sagte Gemeinderat Siemsen, sei es, wertvolle Hinweise und weitere Impulse zu erhalten, wie man Haar nachhaltig gestalten könne.

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