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Kunst:Auf den Spuren der alten Ägypter

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Im Ägyptischen Museum ist die Kolossalstatue des Antinoos ausgestellt, der bei einer Ägyptenreise 130 n. Chr. im Nil ertrank.

(Foto: SMÄK/Marianne Franke)

Architektonische Eindrücke in der Stadt und Kunst im Museum.

Von Eric Hartmann

Wer hätte gedacht, dass man sich auf dem Weg durch die Münchner Innenstadt ins alte Ägypten zurückversetzen lassen kann? Beim Anblick des großen Eingangsportals aus Sichtbeton des Staatlichen Museums für Ägyptische Kunst denkt man direkt an alte Grabmäler. Auch der Obelisk am Karolinenplatz und das sogenannte ägyptisierende Tor am Alten Botanischen Garten erinnern an die Hochkultur am Nil. Ergänzt werden diese architektonischen Eindrücke durch die Statue "Harmlos" in der Grünanlage des Prinz-Carl-Palais, welche Antinoos darstellt, den im Nil verstorbenen Begleiter und Geliebten des römischen Kaisers Hadrian. Am Marienplatzes kann man die Abbildung des aus Ägypten stammenden Heiligen Onophrius bestaunen, die im Trubel der Stadt oft zu Unrecht untergeht. Das Museum für ägyptische Kunst arbeitet gerade an einem Rundgang, mit dessen Hilfe man sich in Zukunft noch intensiver auf die Spuren des alten Ägyptens in München begeben kann.

Staatliches Museum ägyptischer Kunst, Di. 10-20 Uhr, Mi.-So., 10-18 Uhr, Gabelsbergerstraße 35, www.smaek.de; Ägyptisierendes Tor am Alten Botanischen Garten, Sophienstraße Ecke Elisenstraße; Der "Harmlos", Statue in der Grünanlage des Prinz-Carl-Palais, Franz-Josef-Strauß-Ring 5; Abbildung des Onophrius, Marienplatz

© SZ vom 30.09.2020

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