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Konzert in München:Chaosabend in der Staatsoper

Bayerische Staatsoper in München, 2014

Leer war es zwar nicht, aber am Mittwoch lief in der Bayerischen Staatsoper bei einer Vorstellung einiges schief.

(Foto: Florian Peljak)

Was schiefgehen konnte, ging schief: Das Publikum der Bayerischen Staatsoper erlebte am Mittwoch eine chaotische Vorstellung. Sängerin krank, Vorhang klemmt und das Publikum? Lässt sich nicht abschrecken.

Das Publikum der Bayerischen Staatsoper hat am Mittwoch einen Chaosabend erlebt. Ein eiserner Vorhang, der den Zuschauerraum im Falle eines Feuers von der Bühne trennen soll, blieb stecken. Daher musste die Mozart-Oper "Così fan tutte" ohne ein Bühnenbild auskommen - aus Brandschutzgründen.

Die Dorabella-Darstellerin Angela Brower wurde zudem kurzfristig so krank, dass sie nach der Pause nicht weitersingen konnte. "Es war einer dieser Abende, die das Publikum am meisten liebt, weil es einfach Theater ist", sagte Opernsprecher Christoph Koch am Donnerstag. "Von Anfang an stand die Vorstellung unter keinem guten Stern."

Für die erkrankte Brower sprang die Sängerin Gaëlle Arquez ein. "Sie wurde mehr oder weniger aus der Dusche geholt." Die Pause wurde kurzerhand etwas verlängert - eine halbe Stunde vor Mitternacht war die "halbkonzertante" Aufführung vorbei.

Nächtliche Reparatur

Die Oper hatte das Publikum vor Beginn der Vorstellung über das fehlende Bühnenbild informiert und den Zuschauern freigestellt, zu gehen und das Geld für das Ticket zurückzubekommen. Zwölf Menschen hätten von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sagte Koch.

Nun gab die Oper in München jedoch Entwarnung: Der Vorhang sei über Nacht repariert worden und funktioniere wieder. An diesem Sonntag steht "Così fan tutte" wieder auf dem Spielplan der Oper - dann wohl wieder mit Bühnenbild.

© SZ.de/dpa/ahem
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