Ausblick:21 junge Leute, die München in diesem Jahr spannender machen

Ausblick: Katharina Fleischmann kam als Fitnesstrainerin nach München. Jetzt nennt sie sich Kaytie und träumt von einer Musikkarriere.

Katharina Fleischmann kam als Fitnesstrainerin nach München. Jetzt nennt sie sich Kaytie und träumt von einer Musikkarriere.

(Foto: privat)

Sie tanzen zu K-Pop für alle, schreiben Poesie auf Zeit und arbeiten an mehr Wohnraum für Studierende - und tragen so dazu bei, dass die Stadt bunt und lebenswert bleibt.

Von SZ-Autorinnen und -Autoren

Jede Woche treffen wir auf junge Menschen, die München zu "unserem" München machen: zu einer spannenden Stadt, in der unaufhörlich viele neue Ideen geboren werden. Wer München in diesem Jahr bunter und lebenswerter macht? Wir wissen es natürlich nicht. Und wagen trotzdem einen Ausblick: Münchens junge Leute 2024.

Pop-Hoffnung

Sie kam vor zwei Jahren nach München, um als Yoga- und Fitnesstrainerin zu arbeiten. Aber sie fand stattdessen den Mut, sich als Musikerin zu versuchen: Kaytie, 22, die mit richtigem Namen Katharina Fleischmann heißt, macht Pop-Musik: mal auf Deutsch, mal auf Englisch, immer mit eingängigen Melodien. Befreundete Musiker bestärkten sie in ihrer Musik so sehr, dass sie ihren Job hinschmiss. Kayties Traum ist es, gänzlich von ihrer Musik leben zu können. Um sich diesen Traum finanzieren zu können, arbeitet sie nun nebenher als Kellnerin. "Musik ist eines der wichtigsten Dinge in meinem Leben und hilft mir sehr, jegliche Situationen zu verarbeiten", sagt Kaytie. "Ich finde Pop-Musik persönlich wunderschön, ich mag es zum Beispiel, wenn etwas im Ohr bleibt", sagt sie. Amelie Völker

Wissenschaftliches Potenzial

Ausblick: "In einer manchmal etwas konservativen Stadt wie München wird man schnell in eine Eso-Ecke gestellt, wenn es um Psychedelika geht", sagt Sarah Bruelheide. Ihr geht es um die Forschung.

"In einer manchmal etwas konservativen Stadt wie München wird man schnell in eine Eso-Ecke gestellt, wenn es um Psychedelika geht", sagt Sarah Bruelheide. Ihr geht es um die Forschung.

(Foto: privat)

Wenn von psychedelischen Substanzen gesprochen wird, sind die ersten Assoziationen oftmals Hippies in bunter Kleidung, die auf Festivals zu Klängen von verzerrten Gitarren Drogen nehmen. Das wissenschaftliche Potenzial dieser Substanzen bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen ist dabei selten eine Konnotation, die auftritt. Genau das möchte Sarah Bruelheide, 26, ändern. "In einer manchmal etwas konservativen Stadt wie München wird man schnell in eine Eso-Ecke gestellt, wenn es um Psychedelika geht. Nach bisherigen Ergebnissen könnte die psychedelische Forschung jedoch ein wirksames Werkzeug in der Psychiatrie und Psychotherapie sein", sagt die Medizinstudentin. Als sich Sarah mit dem Thema beschäftigt, stößt sie auf uniMind, ein weltweites Netzwerk an multidisziplinären Gruppen, von und für Studierende. Als sie feststellt, dass es noch keine uniMind-Gruppe in München gibt, gründet sie eine. Nicole Salowa

Authentische Science-Fiction

Ausblick: "Es muss sich für mich einfach auch richtig anfühlen", sagt Renee Maier über ihre Literatur.

"Es muss sich für mich einfach auch richtig anfühlen", sagt Renee Maier über ihre Literatur.

(Foto: privat)

Wie würde Teleportation funktionieren, wenn es funktionieren könnte? Von dieser Frage inspiriert, schrieb Renee Marie Maier ihr Buch "Die andere Alice". In der Science-Fiction-Erzählung erkundet sie diese Idee und ihre potenziellen Auswirkungen. Auch die Illustrationen für das Buch stammen von ihr. Für Renee steht sowohl beim Schreiben als auch beim Illustrieren immer das Authentische im Fokus: "Es muss sich für mich einfach auch richtig anfühlen", sagt sie. Ihre Texte schreibt sie, um sie vorzulesen: "Ich hoffe, dass ich dieses Jahr wieder an einer Lesung teilnehmen kann, weil ich es mag, meinen eigenen Text vor Publikum vorzutragen", sagt sie. Maja Aralica

K-Pop für alle

Ausblick: Weil Thanh-Binh Vu keine K-Pop-Tanzgruppe in München fand, gründete sie selbst eine.

Weil Thanh-Binh Vu keine K-Pop-Tanzgruppe in München fand, gründete sie selbst eine.

(Foto: privat)

K-Pop ist ein Sammelbegriff für koreanische Pop-Musik, und in München vor ein paar Jahren noch ein ziemlich unbeschriebenes Blatt. Als Thanh-Binh Vu sich damals auf die Suche nach einer K-Pop-Tanzgruppe machte, wurde sie nicht fündig und gründete daher die "YXNow Dance Crew". Heute zählt die Gruppe mehr als 20 Mitglieder. Die 22-Jährige "Tanni", wie so von allen genannt wird, ist ihre Leaderin. In einer Halle in Garching bei München studieren die jungen Tänzerinnen und Tänzer komplizierte Choreografien bekannter K-Pop-Songs ein - detailgetreu, synchron, wie im Original. Einmal im Monat performt die Crew vor und mit Publikum. An den flashmob-artigen "Random Play Dances", bei gutem Wetter am Odeonsplatz, kann jeder teilnehmen. Vorausgesetzt er kennt die Choreografie. Im neuen Jahr steht ein Kollaborationsprojekt an. "YXP 2024 soll die K-Pop-Cover-Szene in Bayern enger zusammenbringen", sagt Tanni. David Holzner

Das Model und der Maler

Ausblick: Moritz Thoma ist Maler, arbeitet aber auch als Model. "Ich bin kein Riesenfan meines Körpers", sagt er.

Moritz Thoma ist Maler, arbeitet aber auch als Model. "Ich bin kein Riesenfan meines Körpers", sagt er.

(Foto: privat)

Der junge Münchner Maler Moritz Thoma beschäftigt sich mit dem Menschen, mit dessen Körper und dessen Gesicht. So lautet der erste Satz auf seiner Webseite. Gesicht und Körper des 28-Jährigen blieben auch von Modelabels wie Maison Margiela nicht unbemerkt. Seit zwei Jahren modelt Moritz für High-Fashion-Brands. London, Mailand, Paris. Er sehe sich eher als den modelnden Maler, als das malende Model. "Ich bin kein Riesenfan meines Körpers", sagt Moritz. Trotzdem sind es vorwiegend Selbstporträts, die er in seinem Atelier am Ostbahnhof in altmeisterlicher Technik anfertigt. David Holzner

Zwischen Bühnen

Ausblick: Hannah Chioma Ekezie ist als Schauspielerin, Tänzerin und Sängerin erfolgreich. Trotzdem bleibt der Wunsch nach einem inklusiveren Schauspielbetrieb.

Hannah Chioma Ekezie ist als Schauspielerin, Tänzerin und Sängerin erfolgreich. Trotzdem bleibt der Wunsch nach einem inklusiveren Schauspielbetrieb.

(Foto: Mariam Haitham Khalid)

Mit 18 hat Hannah Chioma Ekezie schon viel gemacht, von dem andere träumen: Auf Bühnen des Residenztheaters und der Kammerspiele sowie in mehreren TV-Produktionen gespielt, getanzt, gesungen. Jetzt will die Abiturientin eigene Projekte starten. "Ich bin dankbar für diese Möglichkeiten, aber es braucht auch Veränderung", sagt Hannah. Denn auch hier erfährt sie Diskriminierung.

Rückhalt findet sie in der Ballroom-Community, einer Subkultur von marginalisierten Gruppen wie queeren, Schwarzen und Personen of Color. "Das sind meine Leute. Hier kann ich mich frei ausdrücken." Mit anderen aus der Szene plant sie, wieder einen Ball in München zu veranstalten. "Ich brauche das als Gegengewicht", sagt Hannah. Trotzdem bleibt der Wunsch nach einem inklusiveren Schauspielbetrieb. Eine Auseinandersetzung der künstlerischen Art müsste es sein, das Format bleibt eine Überraschung. Rashidah Hassen

Poesie auf Zeit

Ausblick: "Der erste Instinkt, den man beim Schreiben hat, ist meiner Meinung nach der beste", sagt Elena Natroshvili über das von ihr gesetzte Zeitlimit.

"Der erste Instinkt, den man beim Schreiben hat, ist meiner Meinung nach der beste", sagt Elena Natroshvili über das von ihr gesetzte Zeitlimit.

(Foto: Tona Berisha)

Durch einen Creative-Writing-Workshop an der LMU kam Elena Natroshvili zum Gedichteschreiben: "Mir ist aufgefallen, wie schnell ich Gedichte produzieren kann", erzählt sie über ihre Anfänge. Mittlerweile schreibt sie als "16minutepoetry" Gedichte über Feminismus, mentale Gesundheit und ihr Heimatland Georgien. "Der erste Instinkt, den man beim Schreiben hat, ist meiner Meinung nach der beste", sagt sie über das von ihr gesetzte Zeitlimit. Inspiration findet sie nicht nur in ihrem Privatleben, sondern auch in ihrem Literatur- und Filmstudium. Besonders fasziniert sie das Thema Posthumanismus: "Du hinterfragst, was Menschsein ist und wer überhaupt ein Recht auf Menschsein hat", erklärt sie. Diese Frage verknüpft sie mit Fragen der Marginalisierung und reflektiert in ihren Gedichten über ihre Erfahrungen als Frau mit Migrationshintergrund. Maja Aralica

Fair behandelt

Ausblick: Alexander Schmidt ist Medizinstudent und einer der führenden Köpfe hinter der Kampagne "faires PJ".

Alexander Schmidt ist Medizinstudent und einer der führenden Köpfe hinter der Kampagne "faires PJ".

(Foto: bvmd.ev)

"Ich hatte den Anspruch, Menschen später nach bestem Wissen und Gewissen zu behandeln", sagt Alexander Schmidt, aber gut vorbereitet werde er darauf nicht. Der 24-jährige Medizinstudent ist einer der führenden Köpfe hinter der Kampagne "faires PJ". Das praktische Jahr am Ende des Studiums soll eigentlich auf den anstehenden Berufsalltag vorbereiten - und wird für manche zum Albtraum: Laut Umfragen sind 35 Prozent von einem Burn-out betroffen, riskieren bei mehreren Krankheitstagen schnell die Anerkennung. "Auch Patienten sind dadurch gefährdet." Gemeinsam fordern sie unter anderem eine angemessene Ausbildung und die Möglichkeit, sich krankzumelden. Dazu soll es eine Aufwandsentschädigung geben, denn Zeit zum Arbeiten bleibt bei über 40 Stunden kaum. Rashidah Hassen

Jahreszahl als Tattoo

Ausblick: Die Modestrecken von Dennis Schneider sind bereits in Magazinen wie der "Vogue" oder "Numéro" erschienen.

Die Modestrecken von Dennis Schneider sind bereits in Magazinen wie der "Vogue" oder "Numéro" erschienen.

(Foto: Eva Brandt)

2023 war ein besonderes Jahr für Dennis Schneider. So besonders, dass sich der 23-jährige Stylist die Jahreszahl tätowieren ließ. Schon während seines Modejournalismus-Studiums arbeitete er an Projekten mit anderen jungen Menschen, die am Anfang ihrer kreativen Karriere stehen, und baute so sein Portfolio aus. Das Ergebnis: Dennis stylte im vergangenen Jahr Fotostrecken, die in Magazinen wie der Vogue oder Numéro erschienen. Kollegen aus der Branche loben ihn für seinen besonderen Stil - die perfekte Balance aus rebellischem Berlin und bravem München. "Ich mag es, wenn in den Bildern das reale Leben und die Traumwelt, der Luxus, im Kontrast stehen", sagt er selbst. Meryem Sener

Tanz gegen Unterdrückung

Ausblick: Lucca Alves gibt "Vogueing"-Kurse - ein Tanzstil, der im Harlem der Siebzigerjahre von der marginalisierten queeren Community gegründet wurde.

Lucca Alves gibt "Vogueing"-Kurse - ein Tanzstil, der im Harlem der Siebzigerjahre von der marginalisierten queeren Community gegründet wurde.

(Foto: Jetmir Idrizi)

Lucca Alves, 27, trägt High-Heels und Bart, Tangas und Trackpants. Besser bekannt ist er unter dem Namen "Butch Kween" - ein Slangbegriff, der für einen schwulen Mann benutzt werden kann, der sich weder besonders männlich noch weiblich präsentiert, sondern die Eigenheiten beider Geschlechter aufweist. Der gebürtige Brasilianer gibt "Vogueing"-Kurse - ein Tanzstil, der im Harlem der Siebzigerjahre von der marginalisierten queeren Community gegründet wurde. Mit seiner Tanzkunst bricht er mit Geschlechternormen - und will auch so für andere Menschen einen Safe Space kreieren. Doch in seinen Kursen geht es nicht bloß um den Tanz. "Ich möchte Menschen beibringen, wie man mehr empathischer miteinander umgeht. Ballroom wurde für Minoritäten geschaffen, für Menschen die ,anders' sind." Eva Pramschüfer

Campen am Campus

Ausblick: "Wir möchten die Studierenden aus ihrer Lethargie wecken", sagt David Vadasz vom Arbeitskreis Studentisches Wohnen.

"Wir möchten die Studierenden aus ihrer Lethargie wecken", sagt David Vadasz vom Arbeitskreis Studentisches Wohnen.

(Foto: Janez Rotman)

"Wir werden dafür sorgen, dass horrende Mietpreise für Studierende nicht mehr als normal hingenommen und akzeptiert werden", sagt David Vadasz. Der 24-jährige studiert Politikwissenschaften an der TU München und ist einer der drei Sprecherinnen und Sprecher des hochschulübergreifenden Arbeitskreises Wohnen, den er im April 2023 mitgegründet hat.

Seit der Gründung konnte der Arbeitskreis mit seinen Aktionen öffentlich auf sich aufmerksam machen. Zu Beginn des Wintersemesters organisierten die Mitglieder ein zweitägiges Protestcamp vor der Ludwig-Maximilians-Universität nach der Devise: Wenn ich während meines Studiums nicht normal wohnen kann, muss ich halt an der Uni campen. "Wir möchten die Studierenden aus ihrer Lethargie wecken, in der sie aktuell sind, und konkrete Visionen anbieten, wie es weitergehen kann", sagt David. Dazu zählen für ihn vorrangig Nachverdichtungen für die bestehende Studentenstadt und neue studentische Wohnheime am Campus Garching. Luka Kraft

Malsets für zu Hause

Ausblick: Das Motto von Lucia Fuchs, Charlotte Schmid und Lilli Lüpertz: "DIY soll cool, sexy und so originell sein."

Das Motto von Lucia Fuchs, Charlotte Schmid und Lilli Lüpertz: "DIY soll cool, sexy und so originell sein."

(Foto: Niclas Rimek)

Als Kinder haben eigentlich alle gemalt, egal ob man nun begabt war oder nicht. Im Erwachsenenalter machen das eigentlich nur noch diejenigen, die es wirklich draufhaben. Das muss aber nicht sein, dachten sich Lucia Fuchs, 22, Charlotte Schmid, 22, und Lilli Lüpertz, 29, und haben "Habitus Art" gegründet. Über ihre Webseite verkaufen sie moderne DIY-Malsets mit vorgefertigten Motiven, Pinseln und Farben, die man dann zu Hause ausmalen kann - "Malen nach Zahlen" für Erwachsene quasi. Ihr Motto? "DIY soll cool, sexy und so originell sein." Um diesem Anspruch gerecht zu werden, stammen die Motive von aufstrebenden Künstlern. Leila Herrmann

Stricken statt tanzen

Ausblick: Clara Bläser und Marisa Dathe wollen junge Münchnerinnen für Handarbeit begeistern.

Clara Bläser und Marisa Dathe wollen junge Münchnerinnen für Handarbeit begeistern.

(Foto: Benjamin Herchet)

Handarbeit hatte in den vergangenen Jahren zugegebenermaßen ein eher verstaubtes Image. Das gehört spätestens jetzt der Vergangenheit an. Clara Bläser, 29, und Marisa Dathe, 28, bieten Workshops unter dem Namen "Project C." an - das C steht für Crochet/Community/Creativity. Mal soll gestrickt, mal getöpfert, mal gemalt, mal gebastelt werden. Beim ersten Workshop Ende November häkelten sie mit den Teilnehmern. Es gehe darum, Leute auch abseits vom Nachtleben zusammenzubringen, erzählt Clara. "Mit 'Project C.' wollen wir einen Ort schaffen, an dem man seiner Kreativität freien Lauf lassen, neue Leute kennenlernen und einfach Spaß haben kann." Leila Herrmann

Popförderung fürs Studium

Ausblick: Carina Gaschler alias Sophále, hier beim "Sound Of Munich Now".

Carina Gaschler alias Sophále, hier beim "Sound Of Munich Now".

(Foto: Gino Dambrowski)

Zur Arbeit als musikalische Newcomerin gehören nicht nur zahlreiche Auftritte, sondern auch die Suche nach finanzieller Förderung. Wie erfolgreich die Popmusikförderung München Künstlerinnen und Künstler dabei unterstützt, untersucht die Musikerin Sophále bei einer Umfrage im Zuge ihres Masterstudiums Kultur- und Musikmanagement an der Hochschule für Musik und Theater München. Sophále, 25, die Carina Gaschler heißt, sagt: "Ich will einen Impuls setzen und mehr Verständnis für die Seite der Musikschaffenden bewirken, wie gut die Angebote wahrgenommen werden können." Carolin Wittmann

Erinnerungskultur an der Uni

Ausblick: Das Motto, das sich der studentische Verein zur Förderung von Erinnerungskultur selbst gegeben hat, lautet "students remember".

Das Motto, das sich der studentische Verein zur Förderung von Erinnerungskultur selbst gegeben hat, lautet "students remember".

(Foto: Eszter Budai)

"Wir wollen das Thema mitten in die Uni bringen", sagt Simon Fetscher, 20, über die Motivation hinter der Arbeit des studentischen Vereins zur Förderung von Erinnerungskultur. Mit Veranstaltungen zu bestimmten Themengebieten der deutschen Geschichte wollen sie eine Erinnerungskultur etablieren, die so in der Uni nicht vorgesehen ist und bislang fehlte. Das Motto, das sich der Verein selbst gegeben hat, lautet "students remember". Damit ist jedoch nicht nur die Erinnerung an die Shoa gemeint, sondern vor allem auch die Geschichte der DDR und des Kolonialismus in Deutschland. Jede Person ist eingeladen, im Verein eigene Themen und ein entsprechendes Konzept auszuarbeiten. Wichtig ist den Mitgliedern, dass geplante Veranstaltungen durch ordentliche Recherche vorbereitet und durch einen evaluierenden Austausch abgeschlossen werden, indem über Emotionen gesprochen und die Art der spezifischen Darstellung von Erinnerung reflektiert werden kann. Melina Bäckmann

Junge Leute

München lebt. Viele junge Menschen in der Stadt verfolgen aufregende Projekte, haben interessante Ideen und können spannende Geschichten erzählen. Hier werden diese Menschen vorgestellt - von jungen Autoren.

Lust mitzuarbeiten? Einfach eine E-Mail an die Adresse jungeleute@sz.de schicken.

Weitere Texte findet man im Internet unter jungeleute.sueddeutsche.de, www.instagram.com/szjungeleute oder www.facebook.com/SZJungeLeute

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