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Impressionen:Warten auf Justin Bieber

Manche Fans harren schon seit Donnerstagabend vor der Münchner Olympiahalle aus.

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Quelle: Stephan Rumpf

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16. September, Olympiahalle

Der Popsänger Justin Bieber, 22, spielt am Freitagabend in der Münchner Olympiahalle Songs aus seinem neuen Album "Purpose". Innerhalb kurzer Zeit waren die Tickets ausverkauft. Die fast ausschließlich weiblichen Fans warten zum Teil schon seit Donnerstagabend.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Die Polizei hat die vielen Mädels und wenigen Jungs aber schon am Donnerstag über Facebook gewarnt und schreibt: "Wir möchten Euch dringend darauf hinweisen - wir sind ebenfalls vor Ort und führen Jugendkontrollen durch! Das Schuljahr läuft bereits wieder - es besteht Schulpflicht!" Diese Schülerinnen haben Schilder mit der Aufschrift "We are here to stay forever" (Wir bleiben für immer) für ihren Star ausgedruckt.

Reiter beim geheimen Anzapftraining

Quelle: oh

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14. September, geheimer Ort

Der genaue Ort wird nicht verraten, nur ein Foto dringt nach draußen: Ganz geheim und ohne die Presse wollte Dieter Reiter in diesem Jahr für das Anzapfen auf dem Oktoberfest üben. Denn das gehört ja bekanntlich nicht zum Tagesgeschäft eines Oberbürgermeisters und so wollte Reiter vor seinem großen Auftritt besser wieder ein Gefühl dafür bekommen, wie man Schlegel und Zapfhahn richtig einsetzt.

Wenn alle Augen auf einen gerichtet sind, will man sich als Bürgermeister ja auch nicht komplett blamieren. So wie einst Christian Ude bei seiner ersten Wiesn. Der brauchte damals glatte sieben Schläge. 1950 blamierte sich der damalige OB Thomas Wimmer gar mit 17 Versuchen, bis endlich das Bier floß.

Dieter Reiter plant das freilich in diesem Jahr eleganter zu lösen und übte deswegen mit dem Anzapftrainer Helmut Huber - ein wahrer Experte, der schon Generationen von Bürgermeistern das richtige Anzapfen beigebracht hat. Bei manchen mit Erfolg, bei anderen eher vergeblich.

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Quelle: SZ

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13. September, Theresienwiese

Die letzten offenen Lücken um die Theresienwiese sind geschlossen. Es soll sich niemand einfach so und womöglich noch bewaffnet auf das Gelände schleichen können, der "Secufence" macht es möglich. Am Montag haben Arbeiter begonnen, den mobilen und ausrollbaren Maschendrahtzaun aufzustellen. Sollte auf dem Gelände eine Panik ausbrechen, können die Sicherheitsleute den Zaun binnen 50 Sekunden in den Boxen verschwinden lassen und so den Fluchtweg frei machen. Neun Boxen stehen am Rand der Wiesn und verhindern zwischen Marstall- und Hackerzelt auf einer Länge von 350 Metern den illegalen Zugang. Wer rein will, muss die Kontrollpunkte der regulären Zugänge passieren.

Wiesn-Chef Josef Schmid begründete den Zaun mit dem Argument, ein Rucksackverbot sei wenig sinnvoll, wenn man es nicht kontrollieren könne. Ob es an den Eingängen zu langen Schlangen kommt, wird die Praxis zeigen - ebenso, ob die Kapazität der Gepäckaufbewahrungsstellen ausreicht. Das Bild zeigt eine der Boxen, der Zaun ist noch eingerollt. Die Absperrung rechts neben der Box steht nur während der Aufbauphase.

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Quelle: Stephan Rumpf

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11. September, Fischbrunnen am Marienplatz

Dieses Spektakel gibt's nur alle drei Jahre,also ist das Gedränge groß: Mit dem Metzgersprung werden die Gesellen traditionell aus ihrer dreijährigen Lehrzeit entlassen. Das Bad soll sie von ihrer "Blutschuld" rein waschen. So zumindest die Überlieferung aus dem 15. Jahrhundert. Damals sprangen die Metzger in den Brunnen - der damals noch Bürgerbrunnen hieß - um der Bevölkerung die Angst vor der Pest zu nehmen. Alles sauber und ungefährlich war die Botschaft. Heute lautet die Botschaft eher: Wir brauchen noch mehr Auszubildende - heute im Brunnen und ganz allgemein in München, betont Oberbürgermeister Dieter Reiter.

Acht Metzger stürzen sich heute in das kalte Brunnenwasser, in traditioneller Kluft - und mit Sneakers. Ein kurzer Schreck, dann werden die Zuschauer nassgespritzt und nach ein paar Minuten wieder schnell raus aus dem Wasser. Das Berufsleben kann beginnen.

Eva Casper

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Quelle: David-Pierce Brill

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11. September, Streetlife-Festival und Corso Leopold

Wo sonst der Verkehr rauscht, stehen zwei Tage lang Buden an Buden, Tausende sitzen auf Bierbänken, stehen vor den Musikbühnen oder flanieren einfach die Straße entlang. Beim Streetlife Festival geht es sportlich zu: Akrobatik, BMX-Radfahren, aber auch Graffiti-Aktionen. Und fliegende Mountainbiker sind unterwegs. Via Rampe springt dieser Fahrer bis zu sieben Meter hoch in die Dämmerung über der Feldherrenhalle.

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Quelle: David-Pierce Brill

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Das Siegestor ist bunt erleuchtet, die überlappende Schrift ergibt das Wort 'Street Love'. Dahinter geht es weiter mit dem Corso Leopold, wo Flüchtlingsorganisationen und Parteien, Kunsthandwerker und Religionsgemeinschaften und viele mehr vertreten sind.

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Quelle: David-Pierce Brill

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Bis in den späten Abend heizten die Tänzer von Nautilus Fitness auf ihrer Bühne auf Höhe der Gisela-Straße dem Publikum ein, das im Hintergrund den Anweisungen der Profis folgt.

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Quelle: Stephan Rumpf

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11. September, "Run for Life"

Läufer aller Generationen, aller Geschlechter, Kinderwagen und Hunde sind am Start bei dem bis zu zehn Kilometer lange Rennen durch den Englischen Garten. Die Veranstalter des "Run for Life" können eines der besten Ergebnisse verkünden: 1305 Teilnehmer und knapp 40 000 Euro Einnahmen zugunsten der Münchner Aidshilfe.

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Quelle: Stephan Rumpf

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10. September, Nacht der Autoren

An diesem Abend können SZ-Leser die Gesichter hinter den Namen kennenlernen. An verschiedenen Orten in der Stadt diskutieren Autoren über aktuelle Themen, lesen aus ihren Texten oder beantworten Fragen der Leser. Um was es da so geht, das lesen Sie in einem ausführlichen Bericht hier.

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Quelle: SZ

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9. September, Untergiesing

Weil der Sommer noch ein bisschen bleibt, haben die Stadtwerke die Freibadsaison verlängert - zumindest im Schyrenbad. Bis 18. September soll das Bad von 9 bis 18 Uhr geöffnet bleiben, also eine knappe Woche länger als geplant. In den anderen Freibädern endet die Saison trotzdem am 12. September. Pünktlich zum Schulstart.

Neuer Hochsicherheitsgerichtssaal in München

Quelle: dpa

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5. September, Giesing

Der neue Hochsicherheitsgerichtssaal in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim wird eröffnet. "Die bayerische Justiz erhält heute einen hochmodernen Gerichtssaal, der speziell auf die Bedürfnisse von Staatsschutzverfahren und vergleichbaren Prozessen mit hohen Sicherheitsanforderungen ausgerichtet ist", führt der bayerische Justizminister Winfried Bausback (CSU) aus. Der Saal ist 270 Quadratmeter groß und bietet 250 Menschen Platz. Bundesweit gibt es nur einen vergleichbaren Saal in Düsseldorf. Der Saal war laut Justizministerium nötig, weil die Zahl der Strafprozesse im Zusammenhang mit dem internationalen Terrorismus, in Staatsschutzsachen und gegen die organisierten Kriminalität immer weiter zunehme.

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Quelle: Claus Schunk

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Angeklagte, die in der JVA Stadelheim sitzen, können nun direkt durch einen Tunnel in den unterirdischen Saal geleitet werden. Aufwendige Transporte mit Polizeikonvoi durch die Stadt zum Strafjustizzentrum werden damit überflüssig. Die Eingänge, etwa hier der Besuchereingang, sind mit Sicherheitsschleusen ausgerüstet, die Decken explosionssicher. Sogar gegen etwaige, unerwartete Gefangenenbefreiungen per Hubschrauber ist der Saal gesichert. Der NSU-Prozess wird aber nicht nach Stadelheim umziehen. Aufgrund des starken Medieninteresses gab es dort anfangs große Platzprobleme. Der Saal im Strafjustizzentrum in der Nymphenburger Straße wurde dann aber eigens umgebaut.

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Quelle: Catherina Hess

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4. September, Giesing

"Giasing, Giasing, wos hams mit dir gmacht? Du bist a tote Stadt worn, beim Dog und bei der Nacht. Giasing, Giasing, wo san deine Leit?" - Das sang Peter Jacobi 1974 in einem provokanten Lied über diesen Münchner Stadtteil, veröffentlicht auf der LP "I could cry for lauta Bluus". Wäre er am Wochenende auf der ersten Giesinger Kultur-Dult gewesen, hätte er sich spätestens hier davon überzeugen können, dass "die Leit" sehr wohl da sind und der Stadtteil alles andere als tot, sondern voller Leben ist: Etwa 2000 Menschen besuchen das Straßenfest zwischen Kistlerstraße, Sägstraße und Tegernseer Landstraße und feiern gemeinsam die Vielfalt und Kreativität des einstigen Arbeiterviertels.

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Quelle: Catherina Hess

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3. September, Vater-Rhein-Brunnen

Die Kinder führen Luftballons spazieren, am Vater-Rhein-Brunnen spielt die Bress Bäänd eine Bläserversion von "99 Luftballons". Angestrengt schauen da nur die Jogger, die sich durch das Kirmeschaos durchschlängeln müssen. Ein Seniorenpaar geht ganz langsam von Stand zu Stand, es teilt sich ein Paar türkise Krücken, sie eine, er eine, als Gehhilfe. Niemand hat es eilig, beim siebten Isarinselfest.

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Quelle: Catherina Hess

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Man hat das Gefühl, dass die träge dahinziehende Isar den Bewohnern an ihren Ufern die Hektik der Woche langsam entzieht, mit freundlicher Mithilfe natürlich von jeder Menge Zuckerwatte, Bier, Bratwürsten oder Cocktails. Es herrscht der spätsommerlich Münchnerische Schlendrian in seiner schönsten Form. Bei der siebten Auflage kamen bis Sonntagvormittag 70.000 Besucher.

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Quelle: SZ

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3. September, Olympiapark

Sport und Vergnügen haben die Teilnehmerinnen des "Craft Women's Run" am Samstagnachmittag im Olympiapark verbunden. 4650 Frauen und Mädchen waren über die fünf beziehungsweise acht Kilometer lange Strecke am Start, die gelaufen oder gewalkt werden konnte, eine jede von ihnen war laut Trikotaufdruck schon beim Start eine "Streckenkönigin". Das Saisonfinale der größten Frauenlaufserie Deutschlands ging bei bestem Sommerwetter über die Bühne. Unter den Starterinnen waren auch Olympiasiegerin Heike Drechsler und das Topmodel Barbara Meier. Den Titel "schnellste Münchnerin" erlief sich über die kürzere Distanz Yvonne Kleiner in 18:17 Minuten vor Leonie Oster und Jana Vogel. Auf der acht Kilometer langen Strecke war Jessica Lewerenz in 30:44 Minuten die Schnellste vor Biggi Fauser und Elvira Sommer. Bei der Laufserie in sechs deutschen Großstädten waren in diesem Jahr mehr als 31 000 Teilnehmerinnen am Start.

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Quelle: Robert Haas

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1. September, Corneliusbrücke

Das Wort Klavier stammt vom lateinischen "clavis" ab, zu Deutsch: Schlüssel. Den aber brauchen die Musiker beim Kunst- und Kulturprojekt "Play Me, I'm Yours" gar nicht, um an ihr Spielgerät zu gelangen. Nicht in muffigen Proberäumen eingesperrt, sondern in luftiger Freiheit, auf öffentlichen Plätzen der Stadt warten nun 17 Klaviere darauf, bespielt zu werden. Von jedem, der Lust dazu hat. Den Anfang machte die Konzertpianistin Isabel Melendez Alba am Donnerstagabend auf der Corneliusbrücke.

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Quelle: Robert Haas

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Wer die in der Stadt verteilten Klaviere nicht auf eigene Faust suchen will, kann sich alle Standorte im Internet unter www.isarlust.org ansehen. Bis zum 18. September bleiben die Klaviere draußen stehen - und mitbringen muss man höchstens einen Notenschlüssel.

© SZ.de/bhi/kbl/ebri
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