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Hadern:Alles beim Alten in der Haderunstraße

Möglichst kleine Besetzung, aber viel Platz zum Abstandhalten: So traf sich der Bezirksausschuss (BA) Hadern am Mittwoch zu seiner vermutlich letzten Sitzung, bevor dann im Mai die neu Gewählten ihr Amt antreten. Da derzeit das übliche Tageslokal, das Restaurant Mehlfelds am Haderner Stern, geschlossen ist, wichen die BA-Mitglieder ins Pasinger Rathaus aus und trafen sich dort zu ungewohnter Stunde, bereits um 9 Uhr morgens.

Beschlossen wurden fünf Anträge auf Zuschüsse, abgelehnt wurde ein Wunsch aus der Bürgerversammlung vom Herbst 2019. Damals wurde gefordert, dass die Haderunstraße zwischen Waldwiesenstraße und Gräfelfinger Straße verkehrsberuhigt werden soll. Das Geschwindigkeitsniveau solle durch wechselseitige Baumgräben oder sonstige bauliche Verengungen reduziert werden. Die Stadtverwaltung hält davon aber nichts und lehnt die Forderung der Bürger ab.

Begründet wird das Nein damit, dass die Haderunstraße in einer Tempo-30-Zone mit durchgehender Rechts-vor-Links-Regelung liegt. An Werktagen zwischen 8 und 20 Uhr fährt dort stündlich die Kleinbuslinie 167 durch. Beidseitiges Parken am Straßenrand ist uneingeschränkt möglich. Dabei wird überwiegend wechselseitig am Fahrbahnrand geparkt. Zudem verfügt die Haderunstraße auf der westlichen Seite über einen durchgängigen Baumgraben. Das Planungsreferat sieht so "die Voraussetzungen für ein niedriges Geschwindigkeitsniveau gewährleistet". Bauliche Umgestaltungen wie Fahrbahneinengungen würden wegen der entstehenden Behinderungen für den Busverkehr als nicht zielführend angesehen. Das zuständige Baureferat kommt daher zu dem Schluss: "Eine bauliche Umgestaltung der Haderunstraße mit wechselseitigen Baumgräben oder sonstigen baulichen Verengungen wird nicht befürwortet."

Die BA-Mitglieder im Ferienausschuss stimmten dieser Position zu, lediglich die Grünen hielten mit einem Nein an der ursprünglichen Forderung fest.

© SZ vom 11.04.2020 / bn

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