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Grundschule:Stadt will Grundstück von Griechen zurück

München, Berg-am-Laim, Spatenstich  Griechische Schule

Im April 2014 beim Spatenstich gaben sich die Vertreter Griechenlands optimistisch, was den Bau anbelangt.

(Foto: Bardehle)

München verliert langsam die Geduld mit dem Staat Griechenland. Denn wieder ist es dem griechischen Ministerium für Bildung und Religion nicht gelungen, eine gerichtlich vereinbarte Frist einzuhalten. Zum 30. Juni hätte der Rohbau der dreistöckigen Grundschule an der Hachinger-Bach-Straße fertig sein müssen, doch bisher steht nicht einmal der erste Stock komplett. Deshalb will die Stadt das Grundstück in Berg am Laim nun zurückhaben. Darüber berät der Kommunalausschuss in nichtöffentlicher Sitzung an diesem Dienstag. Konkret geht es nach SZ-Informationen darum, dass die Stadträte einen Antrag auf Rückabwicklung genehmigen sollen. Dann fiele das Areal an die Stadt, die es dringend für die Erweiterung von Schulstandorten benötigen würde.

Seit Jahren schon ist eine griechische Grundschule in der Diskussion. Griechenland hat das Grundstück 2001 von der Stadt übernommen - mit der Maßgabe, dort eine Schule zu errichten. Doch jahrelang passierte nichts. Im September vergangenen Jahres einigten sich München und Griechenland in einem Vergleich, dass der Rohbau bis spätestens Ende Juni 2016 fertig sein müsse. Gelingt dies nicht, kann die Stadt über einen Notar die Rückabwicklung beantragen. Unklar ist derzeit noch, was mit dem halbfertigen Gebäude geschieht. Ob es abgerissen wird oder ob die Stadt es selbst zu Ende baut und wer die Kosten dann übernimmt, ist noch in der Diskussion.

© SZ vom 21.06.2016 / mest

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