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Gesundheitsbehörde:Masern-Infektionen sprunghaft angestiegen

Die Gesundheitsbehörde ist alarmiert: Die Zahl der Masern-Infektionen ist in den vergangenen Wochen stark angestiegen. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder sind betroffen. Das Referat warnt davor, die Krankheit zu verharmlosen.

Von Sebastian Krass

Die Zahl der Masern-Infektionen in München ist sprunghaft angestiegen. In diesem Jahr seien bereits mehr als 30 Fälle gemeldet worden, allein in der vergangenen Woche sechs, sagt Katrin Zettler, Sprecherin des Gesundheitsreferats. "Normalerweise sind es ein bis zwei Fälle im Monat."

Seit Anfang Februar sei der Anstieg besonders stark. Man sei "alarmiert", es handele sich aber noch nicht um einen "stadtweiten Ausbruch", wie es ihn im Jahr 2013 gab. Damals waren binnen Wochen mehr als 200 Fälle der meldepflichtigen Krankheit zu verzeichnen. Im Jahr 2012 waren es in ganz Bayern 70.

Mehr als die Hälfte der Erkrankten sind aktuell Säuglinge und Kleinkinder, der Rest Erwachsene, die nach 1970 geboren sind. In dieser Bevölkerungsgruppe gibt es eine so genannte "Impflücke". Das Gesundheitsreferat warnt, Masern seien hoch ansteckend und "alles andere als eine harmlose Kinderkrankheit".

Wenn die Erkrankung einen schweren Verlauf nehme, drohten ernste Komplikationen, etwa eine Lungenentzündung und Gehirnentzündungen sowie Folgeerkrankungen. Wie sich die Zahlen weiterentwickeln, sei nicht absehbar, sagt Zettler. "So oder so ist jeder Fall ein Fall zu viel."

© SZ vom 15.04.2014
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