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Verkehrsplanung:Entlastung durch Kreisel

Gefährliches Abbiegen: die Olchinger Hauptstraße auf Höhe der Einmündung der Münchner Straße.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Die Stadt Olching will an der Einmündung der Münchner in die Hauptstraße einen kleinen Kreisverkehr anlegen

Die Kreuzung an der Hauptstraße, von der die Münchner Straße in Richtung Gröbenzell abgeht, sorgt in Olching seit Jahren für Verdruss: Regelmäßig bilden sich dort lange Staus, häufig kommt es zu riskanten Abbiegemanövern. Ein Kreisverkehr könnte die Situation entschärfen. Der Stadtentwicklungsausschuss tat nun einen ersten Schritt: Einstimmig votierten die Mitglieder für eine Veränderungssperre sowie für eine Änderung im Bebauungsplan, um so die Voraussetzungen für die Maßnahme zu schaffen.

Ein normaler Kreisel mit einem Umfang zwischen 35 und 38 Meter wäre an dieser Stelle allerdings zu groß, erklärt Bauamtsleiter Markus Brunnhuber. Es hätte auf die Grünfläche zurückgegriffen werden müssen, die von der Straße hinunter zum Mühlbach führt. Daher soll an der Stelle ein Mini-Kreisverkehr entstehen, der im Durchmesser nur zwischen 13 und 25 Meter misst. Im Ortsteil Esting habe man bereits gute Erfahrungen gemacht, heißt es von der Stadtverwaltung. Der Kreisel in Olching entstünde nach diesem Vorbild: Unter anderem würde die Stadt auf eine Bepflanzung verzichten, um Bussen und Lastwagen das Überqueren zu ermöglichen.

Für die Änderung der Verkehrsführung sind allerdings umfassende bauliche Maßnahmen erforderlich. Damit diese unternommen werden können, stimmte der Stadtentwicklungsausschuss für eine Änderung im Bebauungsplan sowie eine Veränderungssperre. Letztere soll erlassen werden, damit auf den Privatgrundstücken an der Kreuzung keine Bauten entstehen können, die die Errichtung eines Kreisverkehrs unmöglich machen. Damit reagiert der Stadtentwicklungsausschuss auf einen vorliegenden Bauantrag sowie anstehende Eigentümerwechsel.

Brunnhuber betont, dass diese Maßnahmen lediglich die ersten Schritte zum Bau des Kreisverkehres darstellen. Wann der Bau tatsächlich begonnen werden kann, dafür kann er noch keine Prognose treffen. "Das kann schnell gehen oder sich über Jahre ziehen." Unter anderem sind Vorgaben des staatlichen Bauamtes einzuhalten, da es sich bei der Münchener und bei einem Teil der Hauptstraße um Staatsstraßen handelt. Erst müsse eine genaue Planung besprochen werden, so Brunnhuber. "Wir müssen den Richtlinien entsprechend ausbauen." Die Maßnahme müsse beispielsweise leistungsfähig sein. "Ich halte allerdings alles für leistungsfähiger als die jetzige Situation."

© SZ vom 28.11.2019
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