SPD:Eine Frage der Gerechtigkeit

SPD: Der Wirtschafts- und Finanzexperte Michael Schrodi will erneut für die SPD ins Parlament.

Der Wirtschafts- und Finanzexperte Michael Schrodi will erneut für die SPD ins Parlament.

(Foto: Günther Reger)

Der Bundestagsabgeordnete Michael Schrodi tritt erneut für die SPD an

Warum sind Sie in die Politik gegangen und warum in Ihre Partei?

Mir ist Gerechtigkeit sehr wichtig. Mein Vater war Arbeiter und Gewerkschaftsmitglied und hat für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne gekämpft. Das hat mich geprägt und 1997 zur SPD gebracht.

Was haben Sie in den vergangenen Jahren politisch bewegen können?

Vieles ganz konkret: Im Finanzausschuss habe ich die Erhöhung der Familienleistungen umgesetzt, auf meinen Vorschlag gehen die Mehrwertsteuersenkung und der Kinderbonus zurück und als Mitglied im Umweltausschuss habe ich für den Wahlkreis einige Millionen an finanzieller Unterstützung für den Klimaschutz mitbeschlossen.

Wie schnell und auf welche Weise kann Deutschland aus der Corona-Pandemie finden?

Priorität hat es, die Impfbereitschaft zu erhöhen. Zusammen mit den weiterhin wichtigen Abstands- und Hygieneregeln können wir es schaffen, in einigen Monaten die Pandemie hinter uns zu lassen.

Klimaerhitzung, Artensterben - wie ist Ihr Rezept zur Bewältigung der ökologischen Krise?

a: Wir müssen unser Klimaschutzgesetz mit den verbindlichen CO2-Reduktionszielen konsequent einhalten. b: Wer über Klimaschutz spricht, der muss gerade in Bayern die Fesseln bei Wind- und Solarenergie lösen. 4c: Klimaschutz geht nur gerecht. Wir brauchen Angebote für kleine und mittlere Einkommen, sich klimafreundlich zu verhalten, zum Beispiel mit dem Ausbau des ÖPNV. Ein noch stärker steigender CO2-Preis hingegen belastet Menschen bis weit in die Mitte unserer Gesellschaft.

Wie erklären Sie einem Erst- oder Nichtwähler, warum er zur Wahl gehen sollte?

Demokratie und Wahlrecht wurden über Jahrhunderte von Bürgerinnen und Bürgern erkämpft. Wer dieses Recht nicht wahrnimmt, der stärkt nur die Antidemokraten am rechten Rand.

Wenn Sie diesmal nicht in den Bundestag kommen, was machen Sie dann in den nächsten vier Jahren? Treten Sie 2025 erneut an?

Die Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger zeigen mir: Mit ihrer Unterstützung gehöre ich auch dem nächsten Bundestag an.

Was wünschen Sie sich für die weitere Entwicklung in Deutschland und wovor haben Sie Angst?

Ich werde mich dafür einsetzen, dass unsere Gesellschaft gerechter wird, unsere Wirtschaft stark bleibt und unsere Umwelt auch für die nächsten Generationen lebenswert ist.

Michael Schrodi, 44, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der Gymnasiallehrer für Deutsch, Geschichte und Sozialkunde sitzt seit 2017 im Bundestags und ist seit 2011 Mitglied des Kreistags. Der Kreisvorsitzende der SPD gehört auch deren Landes- und Bezirksvorstand an. Mitglied ist er zudem bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der Arbeiterwohlfahrt und der Arbeitsgemeinschaft steuermythen.de.

© SZ vom 10.09.2021
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