Radwegausbau:Mit dem Fahrrad von Aufkirchen nach Mammendorf

Spatenstich

Beim symbolischen Spatenstich der Lokalpolitiker legt auch Landrat Thomas Karmasin (zweiter von rechts) Schaufel an.

(Foto: Landratsamt Fürstenfeldbruck)

Mit einer neuen, zweieinhalb Kilometer langen Verbindung im Westen baut der Landkreis sein Radwegenetz weiter aus

Der Landkreis nimmt einen weiteren Baustein zum Ausbau des Radwegenetzes in Angriff. Mit dem symbolischen Spatensicht am Dienstag haben die Arbeiten am Neubau des Geh- und Radweges zwischen den Kreisstraßen FFB 2 bei Nannhofen und der FFB 1 in Aufkirchen begonnen. Der gut zweieinhalb Kilometer lange Radweg verläuft ab der Kreuzung Nannhofen südlich neben der Kreisstraße FFB 9 bis Rammertshofen. Er wird eine lückenlose Radwegverbindung von Aufkirchen über Nannhofen zum Bahnhof und zum Freibad Mammendorf herstellen. Die Fertigstellung des Weges ist für November 2021 geplant.

Der Radweg wird mit einer Breite von zweieinhalb Metern gebaut, im Bereich der angrenzenden Felder wird er bis Rammertshofen als drei Meter breiter Wirtschaftsweg gebaut. Weiter in Richtung Aufkirchen verläuft die Verbindung abseits der Kreisstraße. Von Rammertshofen bis Geisenhofen fahren die Radler auf der schwach befahrenen Gemeindeverbin-dungsstraße. Ab Geisenhofen führt die Route dann über einen Wirtschaftsweg nach Aufkirchen. Dieser Weg wird im Zuge der Baumaßnahme in einer Breite von dreieinhalb Metern ausgebaut.

Um eine sichere Querung der Kreisstraße zu gewährleisten, wird die Kreuzung von FFB 2 und FFB 9 bei Nannhofen zu einem Kreisverkehr mit Querungsinseln umgebaut. Kreisverkehr und der umlaufende Radweg erhalten eine Beleuchtung. Der Eingriff in die Natur, insbesondere die Rodung des Waldes, konnte durch die Beschaffung geeigneter Flächen zur Aufforstung in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde ausgeglichen werden.

Diese umfangreichen Maßnahmen seien ein weiterer wichtiger Baustein des erst kürzlich beschlossenen Radwegekonzepts zur Förderung des Radverkehrs im Landkreis, heißt es in einer Mitteilung aus dem Landratsamt. Durch den Bau werde die Verkehrssicherheit in diesem Abschnitt wesentlich verbessert. Viele der betroffenen Grundstückseigentümer haben sich bereit erklärt, Teile ihrer Grundstücke zum Wohle der Allgemeinheit an den Landkreis zu verkaufen. Die Gemeinden Egenhofen und Mammendorf übernehmen die Grunderwerbskosten jeweils für ihr Gemeindegebiet, sie erhalten dafür die anteiligen Zuschüsse. Es werden voraussichtlich Gesamtkosten in Höhe von etwa eineinhalb Millionen anfallen.

Der Bund stellt durch das neu geschaffene Förderprogramm "Stadt + Land" öffentliche Fördermittel für den Geh- und Radweg bereit. Die Querungshilfe mit Deckenverstärkung wird über das Gesetz über Finanzhilfen des Bundes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden gefördert. Für die beiden Maßnahmen seien bereits entsprechende Förderanträge eingereicht worden. Eine Bezuschussung wurde durch die Regierung von Oberbayern in Aussicht gestellt. Die Mehrkosten für die Erstellung der Wirtschaftswege werden nicht bezuschusst und müssen von der Gemeinde Egenhofen getragen werden. Voraussichtlich kann der Geh- und Radweg von Nannhofen bis nach Aufkirchen ab Ende November 2021 genutzt werden.

© SZ vom 17.06.2021 / SZ
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