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Insolvenz:Spielwaren-Reindl schließt

In dem Traditionsgeschäft im Zentrum Fürstenfeldbrucks hat der Ausverkauf begonnen.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Standort am Viehmarktplatz muss aufgegeben werden

Große rote Schilder mit gelber Schrift kündigen das Ende des Spielwarengeschäfts Reindl in der Stadtmitte an. Die Kette schließt ihre Filiale am Viehmarktplatz. Das Gebäude gehört dem Inhaber und Geschäftsführer der Fitnessstudio-Kette Hardy's. Dieser plant eine Erweiterung des Sportstudios im Erdgeschoss und hat deshalb Eigenbedarf angemeldet.

Kunden der Filiale müssen in naher Zukunft auf die anderen großen Spielwarengeschäfte in der Buchenau, in Puchheim oder in Dachau ausweichen. Der Räumungsverkauf hat bereits begonnen und wird bis Ende August fortgesetzt. Es werde bereits nach einem neuen Standort für eine zweite Filiale in Fürstenfeldbruck gesucht, so Marketingchef Mario Marevic von der Kids Fashion Group.

Die Zukunft der Reindl-Spielwarengeschäfte galt seit Ende März als nicht gesichert. Die Muttergesellschaft der Reindl Spiel und Freizeit Handel GmbH meldete Ende März Insolvenz an. Seitdem dauerte das Verfahren an - bis schließlich ein Investor gefunden wurde und somit die Zukunft gesichert scheint. Der Insolvenzberater Tobias Wahl freut sich sehr, dass trotz der extrem schwierigen Ausgangslage und der verschärften Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie eine gute Zukunftslösung für die Kanz Gruppe habe gefunden werden können.

Die Reindl Spielwaren-Filialen gehörten zu der Kanz Financial Holding GmbH. Nun werden sie von der Bellybutton International GmbH übernommen. Ob und wie lange es zu einer zwischenzeitlichen Schließung für einen Umbau kommen wird, soll kurzfristig entschieden werden. Ziel sei es, dass der Umbau für die Kundschaft so reibungslos wie möglich ablaufe, teilte Marketingchef Mario Marevic mit.

© SZ vom 26.06.2020 / lns

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