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In Germering und Gauting:Giftige Köder ausgelegt

In der Germeringer Tierklinik sind seit Neujahr vier Hunde eingeliefert worden, die Schneckenkorn gefressen haben. Eines der Tiere ist bereits gestorben. Die Polizei warnt die Hundebesitzer.

- Traurig und qualvoll sind die Szenen, die sich seit dem Neujahrstag in der Germeringer Tierklinik abspielen: Täglich bringt ein aufgeregter Hundebesitzer seinen Liebling vorbei, der mit dem Tod ringt. An den Krämpfen, unter denen die Tiere leiden, erkennt Tierärztin Marion Link die Ursache für die Not der Hunde. Sie leiden an einer Vergiftung durch Schneckenkorn. Vier Hunde, die sich eine solche Vergiftung zugezogen haben, sind seit Jahresbeginn in der Klinik in der Industriestraße eingeliefert worden. Eines der Tiere ist bereits gestorben, eines hat überlebt, zwei Hunde liegen noch auf Station. Während der Behandlung werden die Tiere in ein künstliches Koma versetzt. Drei Tiere stammen aus Germering, eines aus Gauting.

Link vermutet, dass das Leiden der Tiere durch einen Hundehasser absichtlich verursacht worden ist. Denn das Auslegen von Schneckenkorn ist derzeit völlig sinnlos, es gibt im Winter keine Schnecken. Außerdem fanden sich in den Mägen der Hunde auch Futterreste, was darauf hindeutet, dass das Schneckenkorn in Köder eingearbeitet worden ist. Link sagt, dass das Schneckengift tödlich wirkt, wenn ein Hund nicht rasch zum Arzt gebracht wird. In der Klinik wird den betroffenen Tieren erst einmal der Magen ausgepumpt. Dann werden sie durchgespült, um das Gift aus dem Körper zu entfernen.

Germerings Polizeichef Klaus Frank liegen bereits zwei Anzeigen von Hundebesitzern vor. Der Inspektionsleiter äußerte sich am Freitagvormittag jedoch noch nicht zu einem möglichen Täter. Er warnte aber die Hundebesitzer, sie sollten darauf achten, dass ihre Tiere nichts fressen, was am Wegesrand liegt. Die Orte, an denen sich die Tiere die Vergiftungen zugezogen haben, sind bekannt. Demnach befanden sich die giftigen Köder nahe dem Abenteuerspielplatz im Germeringer Osten, im Westen der Großen Kreisstadt zwischen Golfplatz und Bahngleisen, in der Nähe des Gnadenhofs Gut Streiflach sowie in Gauting. In der Gemeinde im Landkreis Starnberg, die einige Kilometer von Germering entfernt ist, war der Köder in der Pötschenerstraße am Waldrand ausgelegt worden.