AfD:Alternative zur "Einheitsmeinung"

OLCHING: Porträt von Florian Jäger

Florian Jäger ist erst seit Juli für die AfD im Bundestag und hofft auf eine Wiederwahl.

(Foto: Leonhard Simon)

Florian Jäger von der AfD gehört seit Juli dem Bundestag an

Warum sind Sie in die Politik gegangen und warum in Ihre Partei?

Die Politik der etablierten Parteien unterscheidet sich kaum noch voneinander. In vielen Punkten herrscht eine Einheitsmeinung. Dazu braucht es eine Alternative und diese Alternative ist die AfD.

Was haben Sie in den vergangenen Jahren politisch bewegen können?

Ich bin seit Gründung Mitglied der AfD und Gründungsvorsitzender des Kreisverbandes. In meinem Wirkungsbereich habe ich meinen Teil dazu beigetragen, dass die AfD heute die größte Oppositionspartei im Deutschen Bundestag ist.

Wie schnell und auf welche Weise kann Deutschland aus der Corona-Pandemie finden?

Die Corona-Pandemie ist vor allem eine politische Pandemie, in der sich Unfreiheit und politische Gängelung wie ein Virus ausbreiten. Politiker wie Merkel und Söder haben "regieren" inzwischen mit "herrschen" verwechselt. Deutschland kann sich am 26. September zurück in die Freiheit wählen. Mit beiden Stimmen für die AfD!

Klimaerhitzung, Artensterben - wie ist Ihr Rezept zur Bewältigung der ökologischen Krise?

Die Begriffe führen in die Irre. Es gibt keine "Klimaerhitzung". Das Erdklima wandelt sich fortlaufend und der Mensch hat darauf keinen messbaren Einfluss. Von einer "ökologischen Krise" zu schreiben, wird dem Zustand der Umwelt in Deutschland nicht gerecht, denn von vorindustriellen Zeiten abgesehen, ging es der Umwelt nie so gut wie jetzt. Durch hysterische Maßnahmen der sogenannten Klimapolitik wird diese Entwicklung gerade massiv gefährdet.

Wie erklären Sie einem Erst- oder Nichtwähler, warum er zur Wahl gehen sollte?

Ganz einfach ausgedrückt: Wer nicht wählt, darf auch nicht meckern!

Wenn Sie diesmal nicht in den Bundestag kommen, was machen Sie dann in den nächsten vier Jahren? Treten Sie 2025 erneut an?

Ob sich diese Fragen stellen, entscheidet der Wähler am Wahltag. Ich bin auf das Ergebnis sehr gespannt.

Was wünschen Sie sich für die weitere Entwicklung in Deutschland und wovor haben Sie Angst?

Laut einer aktuellen Umfrage haben 49 Prozent der Bürger das Gefühl nicht mehr in einem freien Land zu leben. Ich fürchte, diese 49 Prozent haben Recht und ich wünsche mir, dass sie daraus die Konsequenz ziehen und nicht mehr genau die Parteien wählen, die ihnen die Freiheit nehmen.

Florian Jäger ist 50 Jahre alt, als Beruf gibt er "Mitglied des Bundestags" an, dem er seit 7. Juli dieses Jahres als Nachrücker des verstorbenen Bundestagsabgeordneten Martin Hebner angehört. Davor war er Vertriebsrepräsentant in der IT-Branche und Mitarbeiter des AfD-Bundestagsabgeordneten Rainer Kraft. Er ist Mitglied der AfD seit März 2013, deren Vorsitzender im Kreisverband Fürstenfeldbruck er ist und gehört dem Kreistag an. Jäger ist verheiratet und hat eine Tochter.

© SZ vom 10.09.2021
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